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Orchester

Vienna Symphony Orchestra

Über

Als Wiens kultureller Botschafter und führendes Konzertorchester übernimmt das Wiener Symphoniker den Löwenanteil der symphonischen Aktivitäten, die das musikalische Leben der österreichischen Hauptstadt ausmachen. Die Bewahrung des traditionellen, wienerischen Orchestersounds nimmt einen zentralen Platz in den vielfältigen künstlerischen Bestrebungen des Orchesters ein.

Das Ende des 19. Jahrhunderts war genau der richtige Zeitpunkt, ein neues Wiener Orchester zu gründen, um einerseits Orchesterkonzerte mit breiter Anziehungskraft zu präsentieren und andererseits dem Bedarf an Erstaufführungen und Premieren zeitgenössischer Werke gerecht zu werden. Im Oktober 1900 gab der neu gegründete Wiener Concertverein, wie er damals genannt wurde, unter der Leitung von Ferdinand Löwe im Wiener Musikverein sein erstes öffentliches Konzert.

Das Wiener Symphoniker hat Werke uraufgeführt, die heute unbestrittene Klassiker des Orchesterrepertoires sind, darunter Anton Bruckners Neunte Symphonie, Arnold Schönbergs Gurre-Lieder, Maurice Ravels Klavierkonzert für die linke Hand und Franz Schmidts Das Buch mit sieben Siegeln. Im Laufe seiner Geschichte haben Dirigenten wie Bruno Walter, Richard Strauss, Wilhelm Furtwängler, Oswald Kabasta, George Szell und Hans Knappertsbusch dem Orchester einen unauslöschlichen Stempel aufgedrückt. In späteren Jahrzehnten prägten Herbert von Karajan (1950-1960) und Wolfgang Sawallisch (1960-1970) als Chefdirigenten den Klang des Orchesters am nachhaltigsten. Nach der kurzen Rückkehr von Josef Krips übernahmen Carlo Maria Giulini und Gennadij Roshdestvensky die Position des Chefdirigenten. Georges Prêtre war von 1986 bis 1991 Chefdirigent. Rafael Frühbeck de Burgos und Vladimir Fedoseyev führten das Orchester anschließend. Fabio Luisi übernahm zu Beginn der Saison 2005-06 die Position des Chefdirigenten und Künstlerischen Leiters, sein Nachfolger ab 2014-15 wird Philippe Jordan sein.

Herausragende Persönlichkeiten, die als Gastdirigenten beim Wiener Symphoniker große Erfolge feierten, sind unter anderem Leonard Bernstein, Lorin Maazel, Zubin Mehta, Claudio Abbado und Sergiu Celibidache.

Das Wiener Symphoniker tritt pro Saison in mehr als 150 Konzerten und Opernaufführungen auf, von denen die überwiegende Mehrheit in den bekannten Wiener Konzertstätten Musikverein und Konzerthaus stattfindet. Hinzu kommt ein sehr umfangreiches und intensives Tourneeprogramm. Seit 1946 ist das Wiener Symphoniker das Orchester im Festspielhaus Bregenz, wo es auch den Großteil der Opern- und Sinfoniekonzerte spielt. Anfang 2006 stellte sich das Orchester einer neuen Herausforderung: Damals wurde das Theater an der Wien wieder zu einem funktionierenden Opernhaus, und das Orchester ist seitdem für eine bedeutende Anzahl von Produktionen verantwortlich.

Offizielle Website der Wiener Symphoniker ansehen.

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