
Sir Neville Marriner
15. April 1924 - Lincoln — 2. Oktober 2016
Über den Künstler
Wie sein Mentor und Held Pierre Monteux begann Sir Neville Marriner sein Leben als Geiger, zunächst in einem Streichquartett und Trio, dann im London Symphony Orchestra, während dieser Zeit gründete er die Academy of St Martin in the Fields.
Nach seinem Studium in Amerika bei Maestro Monteux begann er 1969 seine Dirigentenkarriere, als er das Los Angeles Chamber Orchestra gründete, gleichzeitig entwickelte und erweiterte er die Größe und das Repertoire der Academy und dirigierte als Gastorchesterleiter weltweit Orchester.
1979 wurde er Musikdirektor und Chefdirigent sowohl des Minneapolis Symphony Orchestra als auch des Südwestdeutschen Rundfunkorchesters Stuttgart, Positionen, die er bis Ende der 1980er Jahre innehatte.
In der Folgezeit arbeitete er weiterhin mit Orchestern rund um den Globus – Wien, Berlin, Paris, Mailand, Athen, New York, Boston, San Francisco und Tokio. Seine Aufnahmekarriere ist gut dokumentiert und sein Tourneeplan umfangreich.
Sein Operndebüt gab er mit der Leitung von Le nozze di Figaro beim Festival in Aix-en-Provence, sein US-Debüt in Los Angeles mit La Cenerentola, danach eine Salzburger Mozarteum-Produktion von Il re pastore. 2005 eröffnete er das neue Opernhaus in Athen mit einer Produktion von Die Zauberflöte.
Zweimal wurde er für seine Verdienste um die Musik in seinem eigenen Land geehrt, kürzlich erhielt er Auszeichnungen in Frankreich, Deutschland und Schweden.