
Salvatore Licitra
10. August 1968 - Bern — 5. September 2011 - Catania
© Nikolaus Karlinsky
Über
Der Italiener Salvatore Licitra war einer der führenden Tenöre im schönen und sehr gefragten dramatischen italienischen Repertoire, in dem er seine „Würdigkeit der großen italienischen Tradition“ zeigte (The New York Times). Als häufiger Gast an großen Opern- und Konzertbühnen in Europa, den Vereinigten Staaten und Fernost umfasst sein Repertoire Verdis Aida, Un Ballo in Maschera, La Forza del destino, Ernani, Macbeth, Don Carlos und Il Trovatore sowie Puccinis Turandot, Tosca, Madama Butterfly, La fanciulla del West, Il Tabarro, Bellinis Norma, Cileas Adriana Lecouvreur, Giordanos Andrea Chenier, Leoncavallos I Pagliacci und Mascagnis Cavalleria Rusticana.
Salvatore Licitra wurde in Bern, Schweiz, als Sohn italienischer Eltern geboren und studierte in Parma, wo er 1998 sein Debüt am Teatro Regio in Un Ballo in Maschera gab. Internationale Aufmerksamkeit erlangte er später in jenem Jahr, als er unerwartet die Arena di Verona 1998 eröffnete, erneut in Ballo. Im folgenden Jahr brachte ihn Maestro Riccardo Muti an die Scala für eine Neuproduktion von La Forza del Destino. Im Mai 2002 hatte Herr Licitra seinen internationalen Durchbruch, als er kurzfristig für Luciano Pavarotti an der Metropolitan Opera in Tosca einsprang und überwältigenden Erfolg hatte.
Die Engagements von Herrn Licitra führten ihn an die Wiener Staatsoper, das Opernhaus Zürich, die Bayerische Staatsoper München, die Deutsche Oper und Staatsoper Berlin, das Teatro alla Scala, die Arena di Verona, die Royal Opera London, die Pariser Oper Bastille, nach Tokio, Taiwan, China, zu den Opernhäusern in Rom, Neapel, Florenz, Parma, Palermo, Oslo, Lissabon sowie zur New Yorker Metropolitan Opera, der Lyric Opera of Chicago, der Washington National Opera, der San Francisco und Los Angeles Opera.
Seine Diskographie umfasst Il Trovatore und Tosca (beide unter der Leitung von Maestro Riccardo Muti), zwei Soloalben mit Arien von Verdi, Puccini und Verismo sowie den Soundtrack zu The Man Who Cried. Auf DVD ist er in der Aida-Produktion der Oper Zürich sowie in der Tosca-Inszenierung der Scala unter Riccardo Muti zu sehen.
Nach einem Motorrollerunfall in Sizilien und neun Tagen Koma verstarb Salvatore Licitra im Alter von 43 Jahren in Catania.