
Sabine Devieilhe
12. Dezember 1985 - Ifs (Frankreich)
© Anna Dabrowska / Parlophone Records Limited
Über
Ursprünglich aus der Normandie stammend, studierte Sabine Devieilhe zunächst Cello und Musikwissenschaft, bevor sie sich vollständig ihrem Gesangsstudium am Conservatoire National Supérieur de Paris widmete. Kurz nach ihrem Abschluss wurde sie zum Festival d’Aix-en-Provence eingeladen, um Serpetta in Mozarts La finta giardiniera zu singen, nach Montpellier für die Titelrolle in Léo Delibes’ Lakmé und nach Lyon für ihr Debüt als Königin der Nacht in Mozarts Die Zauberflöte. Sie wurde bei der 20. Ausgabe der Victoires de la Musique im Jahr 2013 als „Révélation Artiste Lyrique“ ausgezeichnet.
Seitdem ist sie ein regelmäßiger Name an allen großen Opernhäusern, darunter die Opéra national de Paris, das Théâtre des Champs Elysées, die Opéra-Comique, La Monnaie in Brüssel, das Opernhaus Zürich, die Wiener Staatsoper, die Mailänder Scala, das Royal Opera House Covent Garden, das Glyndebourne Festival und das Salzburger Festspiel.
Sabine Devieilhe feierte ihre jüngsten Erfolge als Morgana in Händels Alcina an der Opéra de Paris, als Ophélie in Thomas’ Hamlet an der Opéra-Comique, als Cleopatra in Händels Giulio Cesare im Théâtre des Champs-Élysées und als Ilia in Mozarts Idomeneo beim Festival d’Aix-en-Provence. Ihre Saison 2022/2023 umfasste eine vielbeachtete Neuproduktion von Délibes Lakmé an der Opéra, zusammen mit ihrem Debüt an der Metropolitan Opera in Poulencs Dialogues des Carmélites (Sœur Constance) sowie Produktionen von Les Mamelles de Tirésias und Strawinskys Le Rossignol im Théâtre des Champs-Élysées.
Im Sommer 2023 war Sabine Devieilhe erstmals als Susanna in Mozarts Le nozze di Figaro bei den Salzburger Festspielen zu hören, gefolgt von einer Wiederaufnahme von Delibes’ Lakmé an der Opéra National du Rhin in Straßburg. An der Bayerischen Staatsoper in München feierte sie einen großen Erfolg als Mélisande in einer Neuproduktion von Debussys Pelléas et Mélisande. In der Saison 2024-2025 wird Sabine Devieilhe die Rolle der Sophie in einer Neuproduktion von Strauss’ Der Rosenkavalier an der Scala in Mailand übernehmen und als Mélisande an die Opéra National de Paris zurückkehren. Die Sopranistin ist außerdem erneut als Sophie und als Zdenka in Strauss’ Arabella an der Wiener Staatsoper zu hören.
Sabine Devieilhe ist auch auf der Konzertbühne ein gern gesehener Gast, sei es mit Arien von Händel & Bach mit dem Ensemble Pygmalion und Raphaël Pichon oder Brittens Les Illuminations mit der Bayerischen Staatskapelle unter Vladimir Jurowski. Im Herbst 2023 gab sie ihr Debüt bei den Berliner Philharmonikern mit Mozart-Arien unter der Leitung von Maxim Emelyanychev sowie mit dem Concertgebouw Orchestra unter Klaus Mäkelä. Ihre erste Zusammenarbeit mit Sir Simon Rattle in Konzertaufführungen von Mozarts Idomeneo (Ilia) war ebenfalls von Erfolg gekrönt. In der Saison 2024-2025 wird sie mit dem Ensemble Pygmalion und Raphaël Pichon Brahms’ Requiem, Faurés Requiem und Auszüge aus Ambroise Thomas’ Hamlet aufführen. Ende Dezember wird Sabine Devieilhe das Strauss-Jubiläumsjahr 2025 mit Strauss’ Frühlingsstimmen-Walzer mit dem Orchestre de Paris unter der Leitung von Daniel Harding einläuten.
Sabine Devieilhe ist dem Lied-Genre ebenfalls nicht fremd; im März 2024 veröffentlichte sie ihr neues Album mit Liedern von Mozart und Strauss – ein Programm, das sie 2024 mit Mathieu Pordoy in Dijon, Paris, Bordeaux, Londons Wigmore Hall, dem Wiener Musikverein, der Berliner Philharmonie, dem Heidelberger Frühling Festival, der Essener Philharmonie und dem Concertgebouw Amsterdam präsentierte. Im Herbst 2024 ist sie erneut in Rezitalen an der Opéra-Comique, im Wiener Konzerthaus, im Teatro de la Zarzuela in Madrid, in der Elbphilharmonie Hamburg, Dortmund und Lausanne zu hören.
Sabine Devieilhe ist seit 2012 exklusive Künstlerin bei Erato/Warner Classics. Ihre Debütaufnahme mit Arien von Rameau wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet, darunter ein Diapason d’Or. Zu ihren jüngeren Aufnahmen gehören ein Mozart-Album The Weber Sisters mit dem Ensemble Pygmalion und Raphaël Pichon sowie ihr Soloalbum Mirages mit Les Siècles unter François-Xavier Roth, für das sie bei der 25. Ausgabe der Victoires de la Musique zwei begehrte Trophäen erhielt. Im September 2020 veröffentlichte Erato/Warner Classics ein einfühlsam ausgewogenes Rezital, in dem Sabine Devieilhe und der Pianist Alexandre Tharaud Lieder von Fauré, Debussy, Ravel und Poulenc interpretieren. Im folgenden Jahr brachte das Label ein exquisites Händel-Bach-Album heraus, das Sabine Devieilhe, das Ensemble Pygmalion und Raphaël Pichon präsentiert und sowohl beim Publikum als auch in der Presse große Anerkennung fand.