
Patricia Kopatchinskaja
© Marco Borggreve
Über
Die Vielseitigkeit der Geigerin Patricia Kopatchinskaja zeigt sich in ihrem vielfältigen Repertoire, das von Barock und Klassik, oft auf Darmsaiten gespielt, bis hin zu neuen Auftragswerken und Neuinterpretationen moderner Meisterwerke reicht.
Die Saison 2016/17 von Kopatchinskaja beginnt mit den Eröffnungskonzerten des neuen SWR Symphonieorchesters, mit dem sie Peter Eötvös’ DoReMi Violinkonzert aufführt (mit dem Komponisten selbst am Dirigentenpult), sowie einem Auftritt mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester im Rahmen der Eröffnungskonzerte des neuen Konzertsaals der Elbphilharmonie in Hamburg. Außerdem wird sie ihr Debüt beim Rotterdam Philharmonic Orchestra geben und Sibelius’ Violinkonzert unter der Leitung von Krzysztof Urbański spielen sowie mit dem Göteborg Symphonieorchester – erneut mit Peter Eötvös. Ihre regelmäßige Zusammenarbeit mit dem London Philharmonic Orchestra setzt sie fort und tritt mit diesem in London und New York unter Vladimir Jurowski auf.
György Ligetis Violinkonzert steht in Kopatchinskajas aktueller Saison besonders im Fokus; sie wird das Werk vielfach aufführen, unter anderem mit den Berliner Philharmonikern unter Sir Simon Rattle, mit der Filharmonica della Scala unter Andrés Orozco-Estrada sowie mit dem Finnischen Radio-Sinfonieorchester und Teodor Currentzis.
In dieser Saison ist Kopatchinskaja Artist in Residence an vier bedeutenden europäischen Spielstätten und Festivals: im Berliner Konzerthaus (wo sie die Violinkonzerte von Schumann und Sibelius mit dem Konzerthausorchester unter der Leitung von Iván Fischer spielt und eine Reihe weiterer Kammermusikprojekte präsentiert); beim Lucerne Festival (wo sie artiste étoile sein wird); in der Wigmore Hall in London; und beim Kissinger Sommer Festival (wo sie mit dem BBC Symphony Orchestra und Sakari Oramo auftritt). Außerdem unternimmt sie mehrere große Europatourneen; im Herbst mit dem Orchestre Philharmonique du Luxembourg unter Gustavo Gimeno und im Frühjahr mit den Wiener Symphonikern und Musica Aeterna – beide Male mit Currentzis.
Zu den Höhepunkten der letzten Saison gehörten ein Aufenthalt in der Laeiszhalle in Hamburg, Auftritte mit den Symphonieorchestern von Houston und Seattle sowie mehrere Auftritte in London – sowohl mit dem London Philharmonic Orchestra unter Jurowski als auch als zentrale Figur des „Changing Minds“-Wochenendes im Southbank Centre, wo sie Schumanns Violinkonzert mit dem Orchestra of the Age of Enlightenment unter der Leitung von Marin Alsop aufführte. Kopatchinskaja tourte außerdem mit der Camerata Salzburg unter Langrée, mit dem Chamber Orchestra of Europe und Thierry Fischer sowie mit Jurowski und seinem State Academic Symphony Orchestra in Moskau.
Kammermusik ist für Kopatchinskaja von großer Bedeutung, und sie tritt regelmäßig mit Künstlern wie Markus Hinterhäuser, Polina Leschenko, Anthony Romaniuk und Anu Komsi auf, an führenden Spielstätten wie dem Berliner Konzerthaus, der Wigmore Hall in London, dem Wiener Konzerthaus und dem Concertgebouw Amsterdam. Kopatchinskaja ist zudem Artistischer Partner des Saint Paul Chamber Orchestra und tritt mit dem Ensemble regelmäßig sowohl in Saint Paul als auch international auf. Im November 2016 unternahmen sie gemeinsam eine große Europatournee, die mit der Veröffentlichung einer neuen CD-Aufnahme von Schuberts Der Tod und das Mädchen zusammenfiel.
Als produktive Aufnahmekünstlerin brachte Kopatchinskaja in den letzten Jahren mehrere bedeutende Veröffentlichungen heraus; ein Album mit Kanchelis Musik zusammen mit Gidon Kremer und der Kremerata Baltica, eine Duo-CD mit dem Titel TAKE TWO bei Alpha Classics, eine Aufnahme von Schumanns Violinkonzert und Fantasie mit dem WDR Sinfonieorchester Köln unter Heinz Holliger für Audite sowie Tschaikowskys Violinkonzert mit Teodor Currentzis und Musica Aeterna auf dem Sony-Label. Kopatchinskajas Veröffentlichung bei Naïve Classique mit Konzerten von Bartók, Ligeti und Peter Eötvös gewann 2013 den Gramophone Recording of the Year Award, einen ECHO Klassik Award und erhielt 2014 eine Grammy-Nominierung.