
Myung-Whun Chung
January 22, 1953 - Seoul (Südkorea)
Über
Myung-Whun Chung wurde zunächst als Pianist ausgebildet. Während er noch Klavier studierte, studierte er Dirigieren an der Mannes School of Music in New York und an der Juilliard School.
1978 wurde er zum Assistenten des Musikdirektors des Los Angeles Philharmonic Orchestra, Carlo Maria Giulini, ernannt, und zwei Jahre später erhielt er die Position des Assistenzdirigenten.
Von 1984 bis 1992 war er Musikdirektor des Saarbrücker Rundfunkorchesters. Ab 1989 war er Erster Gastdirigent des Teatro Comunale in Florenz bis 1992 und Musikdirektor der Pariser Oper bis 1994. Myung-Whun Chung hat die renommiertesten Ensembles dirigiert (Berliner Philharmoniker, Königliches Concertgebouw-Orchester Amsterdam, Wiener Philharmoniker, Gewandhausorchester Leipzig, Boston Symphony Orchestra, Chicago Symphony Orchestra, Cleveland Orchestra, New Yorker Philharmoniker, Philadelphia Orchestra). Seit Oktober 1997 ist er Chefdirigent des Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom.
Er ist auch Gründer und Musikdirektor des Asia Philharmonic Orchestra, eines Ensembles, das Musiker aus ganz Asien zusammenbringt, um humanitäre Zwecke zu unterstützen. Sein Plattenvertrag mit DG führte dazu, dass er Opern, geistliche Musik und symphonische Werke hauptsächlich mit dem Orchestra di Santa Cecilia und den Wiener Philharmonikern aufnahm.
1988 erhielt Myung-Whun Chung den Abbiati-Preis für sein Engagement als Erster Gastdirigent am Teatro Comunale in Florenz, und 1989 folgte der Arturo Toscanini-Preis.
Seit 1994 hat er Umweltbildungsprojekte durch Musikfestivals initiiert. Neben seinen musikalischen Aktivitäten war er von 1992 bis 1997 Botschafter des Drogenkontrollprogramms der Vereinten Nationen (UNDCCP) und wurde 1995 von der UNESCO zum „Mann des Jahres“ ernannt. 1996 erhielt er vom koreanischen Staat den höchsten kulturellen Titel „Kumkuan“ für seinen herausragenden Beitrag zum musikalischen Leben Koreas.
Am 1. Mai 2000 wurde er zum Direktor des Philharmonischen Orchesters von Radio France ernannt.