
Miklós Perényi
5. Januar 1948
Über
Miklós Perényi wird als einer der großen Cellisten seiner Generation anerkannt, mit einem unverwechselbaren, subtil nuancierten Klang, der von außergewöhnlicher Musikalität begleitet wird.
Geboren in Ungarn, begann er im Alter von fünf Jahren mit dem Cellounterricht bei Miklós Zsámboki, einem Schüler von David Popper. Im Alter von neun Jahren gab er sein erstes Konzert in Budapest und studierte von 1960 bis 1964 bei Enrico Mainardi in Rom und in Budapest bei Ede Banda.
1963 wurde er Preisträger beim Internationalen Pablo-Casals-Cellowettbewerb in Budapest. Casals lud ihn 1965 und 1966 zu seinen Meisterkursen in Puerto Rico ein, und er wurde später ein häufiger Besucher des Marlboro Festivals. 1974 trat Miklós Perényi in die Fakultät der Franz-Liszt-Akademie in Budapest ein, wo er seit 1980 eine Professur innehat. Er wurde 1980 mit dem Kossuth-Preis und 1987 mit dem Bartók-Pásztory-Preis ausgezeichnet.
Perényi trat in den wichtigsten Musikzentren der Welt auf und konzertiert regelmäßig in Europa, Japan, China sowie Nord- und Südamerika. Zu seinen Festivalengagements zählen Edinburgh, Luzern, Prag, Salzburg, Wien, Hohenems, Warschau, Berlin, Kronberg und das Pablo-Casals-Festival in Prades, Frankreich. Mit einem Repertoire, das vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart reicht, tritt er als Solist mit Orchester, in Solo- und Duo-Recitals sowie in Kammerensembles auf. Neben dem Konzertieren und Unterrichten widmet er sich auch der Komposition von Werken für Solo-Cello und für Instrumentalensembles verschiedener Größen. Zu seinen engsten Kollegen zählt der Pianist András Schiff, mit dem er bei der Schubertiade Schwarzenberg, dem Edinburgh Festival und dem Ruhr Festival aufgetreten ist. Kürzlich spielte das Duo in der Kölner Philharmonie, beim Schwetzinger Festival, in der Wigmore Hall in London und in der 92nd Street in New York. In der Saison 2010/2011 gab er Recitals und Kammerkonzerte beim Salzburger Festspielen, im Théâtre des Champs-Elysées und Théâtre de la Ville in Paris sowie in Amsterdam, Luxemburg, London, Tokio und Budapest. Perényi gab auch die Uraufführung des Cellokonzerts von Péter Eötvös mit den Berliner Philharmonikern, und seine weiteren Orchesterengagements umfassen das Sapporo Symphony Orchestra, das Residentie Orkest Den Haag, die Manchester Camerata und das Budapest Festival Orchestra im Lincoln Center in New York.
Miklós Perényis zahlreiche Aufnahmen umfassen Veröffentlichungen bei Hungaroton, EMI, Sony Classical, Teldec, Decca, col legno und Erato. Unter den Preisen für seine ECM-Veröffentlichung der kompletten Beethoven-Werke für Cello und Klavier mit András Schiff war der Cannes Classical Award 2005. 2009 wurde eine Live-Aufnahme eines Recitals mit Dénes Várjon mit Werken von Bach, Britten und Brahms auf dem eigenen Label der Wigmore Hall veröffentlicht.