Foto von Masaaki Suzuki
Dirigent

Masaaki Suzuki

29. April 1954 - Kobe (Japan)

© Marco Borggreve

Über den Künstler

Seit der Gründung des Bach Collegium Japan im Jahr 1990 hat sich Masaaki Suzuki als führende Autorität für die Werke von Bach etabliert. Er ist seitdem deren musikalischer Leiter und führt das Ensemble regelmäßig zu bedeutenden Spielstätten und Festivals in Europa und den USA, wobei er sich einen herausragenden Ruf für die expressive Verfeinerung und Wahrhaftigkeit seiner Aufführungen erarbeitet hat.

Er wird nun regelmäßig eingeladen, mit renommierten europäischen Solisten und Ensembles zusammenzuarbeiten, wie dem Collegium Vocale Gent und dem Freiburger Barockorchester, mit denen er mehrere europäische Hauptstädte besuchte. Kürzlich trat er in London mit der Britten Sinfonia in einem Programm mit Werken von Britten, Mozart und Strawinsky auf. Zukünftige Engagements mit anderen Ensembles umfassen das Hong Kong Philharmonic, das Nagoya Philharmonic und das Netherlands Radio Chamber Philharmonic Orchestra.

Suzukis beeindruckende Diskographie beim Label BIS, die Bachs vollständige Werke für Cembalo umfasst, sowie seine Interpretationen von Bachs großen Chorwerken und geistlichen Kantaten mit dem Bach Collegium Japan (im September nahm er die kompletten Bach-Kantaten auf), haben ihm viel kritischen Beifall eingebracht – die Times schrieb: „Es bräuchte eine Eisenstange, um nicht von seiner Klarheit, Nüchternheit und geistlichen Kraft bewegt zu werden“.

Höhepunkte seiner aktuellen Saison mit dem Bach Collegium Japan sind eine große Europatournee und ein Besuch beim Kanarienfestival sowie Aufführungen in Tokio von Händels Judas Makkabäus und dem Messias, Chorwerken von Mendelssohn und Konzertaufführungen von Monteverdis Poppea. Außerdem wird er das Nagoya Philharmonic Orchestra in Mendelssohns Ein Sommernachtstraum dirigieren und eine Orgelrezital-Tournee in den USA unternehmen.

Masaaki Suzuki verbindet seine Dirigentenkarriere mit seiner Tätigkeit als Organist und Cembalist. Geboren in Kobe, absolvierte er die Universität für Bildende Künste und Musik Tokio mit einem Abschluss in Komposition und Orgelspiel und studierte anschließend Cembalo und Orgel am Sweelinck-Konservatorium in Amsterdam bei Ton Koopman und Piet Kee. Als Gründer und Leiter der Abteilung für Alte Musik unterrichtet er an der Nationalen Universität für Bildende Künste und Musik Tokio.

Im April 2001 wurde Suzuki mit dem „Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland“ ausgezeichnet.

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