
Marina Viotti
April 30, 1986 - Lausanne (Schweiz)
© Lauren Pasche
Über
"Eine echte Persönlichkeit, eine Künstlerin durch und durch" (Nuances Magazin).
Im April 2019 wurde Marina Viotti bei den renommierten International Opera Awards in London als „Beste junge Sängerin des Jahres“ ausgezeichnet. Sie gewann außerdem 2016 den 3. Preis beim „Concours de Genève“ und 2015 den Internationalen Belcanto-Preis beim Rossini-Festival in Wildbad.
Nach dem Flötenstudium experimentierte Marina Viotti zunächst mit Jazz, Gospel und Heavy Metal. Sie erwarb einen Masterabschluss in Philosophie und Literatur, bevor sie ihre Gesangsausbildung bei Heidi Brunner in Wien begann und diese an der Musikhochschule Lausanne in der Klasse von Brigitte Balleys fortsetzte. Ihr Studium schloss sie mit einem Diplom als Solistin ab und studierte Belcanto bei Raul Gimenez und Alessandra Rossi.
Marina Viottis erste Schritte auf der Opernbühne nach ihrem Studium führten sie an die Oper Lausanne, das Luzerner Theater und als Mitglied des Jungen Ensembles an das Grand Théâtre de Genève. Ihr Debüt gab sie 2015 als Isabella (L’italiana in Algeri) beim Rossini-Festival in Bad Wildbad.
Seitdem sang sie Rollen wie Olga (Eugene Onegin) und Bradamante (Alcina) am Opéra du Rhin, Elisabetta (Maria Stuarda) und Isabella in Luzern, Rosina (Il Barbiere di Siviglia) am Bolschoi und in Dresden, Melibea (Il viaggio a Reims) in Valencia und am Liceu, wo sie in der letzten Saison auch ihr Debüt als Nicklausse/Muse (The Tales of Hoffman) gab. In der Spielzeit 2021-22 gab sie ihr Debüt als Dorabella (Così fan tutte) in einer Neuproduktion an der Staatsoper Berlin unter der Leitung von Barenboim und wird dort später in dieser Saison ihren ersten Cherubino (Le Nozze di Figaro) singen. Marina wird auch an die Scala zurückkehren, diesmal in der Rolle der Maddalena (Rigoletto), eine Rolle, die sie bereits an den Staatsopern Zürich und München gesungen hat. Weitere Debüts umfassen Orlovsky (Die Fledermaus) beim Maggio Musicale in Florenz, Arsace (Semiramide) in Lausanne und Alceste (Titelrolle) in Rom.
Marina Viotti ist eine gefragte Konzertsängerin. Ihr Konzertrepertoire umfasst unter anderem: Mozarts C-Messe, The Seven Last Words of Our Saviour (Haydn), Beethovens Messe in D-Dur und Sinfonie Nr. 9, Kindertotenlieder (Mahler), Der Rose Pilgerfahrt (Schumann), La petite messe solennelle (Rossini), Verdis Requiem, El amor Brujo (De Falla), Le Poème de l’amour et de la mer (Chausson), unter der Leitung von Maestro Corboz, Maestro Dudamel oder Maestro De Billy, um nur einige zu nennen.
Darüber hinaus wird Marina Viotti regelmäßig zu Festivals auf der ganzen Welt eingeladen, um ihre ganz besonderen Recitals/Shows wie Love has no borders (Gesang, Klavier, Saxophon und Kontrabass), Porque existe otro querer (Duo Gesang/Gitarre) oder About last night (Kabarett) zu präsentieren.