
Marie-Elisabeth Hecker
5. März 1987 - Zwickau (Deutschland)
Benjamin Ealovega
Über den Künstler
Die Cellistin Marie-Elisabeth Hecker feierte ihren internationalen Durchbruch mit ihrem sensationellen Erfolg beim 8. Rostropovich-Wettbewerb in Paris im November 2005, bei dem sie als erste Teilnehmerin in der Geschichte des Wettbewerbs sowohl den ersten Preis als auch zwei Sonderpreise gewann. Seitdem hat sich Hecker zu einer der gefragtesten Solistinnen und Kammermusikerinnen der jüngeren Generation entwickelt, die für ihre tiefe Ausdruckskraft und ihre natürliche Affinität zum Cello anerkannt wird. Die Zeit beschrieb ihr Spiel als „herzzerreißend traurig und instinktiv schön“.
Geboren 1987 in der Heimatstadt Robert Schumanns, Zwickau, entwickelte Hecker schon früh eine Leidenschaft für Musik und begann im Alter von fünf Jahren mit dem Cellospiel, wobei der renommierte deutsche Cellist Peter Bruns ihr Hauptlehrer wurde. Sie setzte ihr Studium bei Heinrich Schiff fort und nahm anschließend an Meisterkursen bei bedeutenden Persönlichkeiten wie Anner Bylsma, Frans Helmerson, Bernard Greenhouse, Gary Hoffman und Steven Isserlis teil. Frühe Anerkennung erhielt sie, als sie im Alter von zwölf Jahren den wichtigen deutschen Wettbewerb „Jugend musiziert“ gewann, gefolgt vom Sonderpreis beim Dotzauer-Wettbewerb 2001 und dem Borletti-Buitoni Trust Award im Jahr 2009.
Zu den Höhepunkten ihrer bisherigen Karriere zählen Auftritte mit dem BBC Symphony Orchestra, dem Deutschen Sinfonieorchester Berlin, der Filarmonica della Scala, dem Gewandhausorchester Leipzig, der Dresdner Philharmonie, dem Israel Philharmonic Orchestra, Kremerata Baltica, dem Mahler Chamber Orchestra, dem Mariinsky Orchestra, den Münchner Philharmonikern, der NDR Radiophilharmonie Hannover, dem Annover, Hannover, dem Netherlands Philharmonic Orchestra, dem Netherlands Radio Chamber Orchestra, dem Orchestre de Chambre de Lausanne, dem Orchestre de Paris, dem Orchestre de la Suisse Romande, dem Orchestre National de Belgique, dem Orchestre Philharmonique de Luxembourg, dem Philharmonia Orchestra, dem Royal Flemish Philharmonic, dem Spanish National Orchestra, der Staatskapelle Berlin und dem Wiener Symphonieorchester, wobei sie mit Dirigenten wie Marc Albrecht, Barenboim, Gergiev, Gullberg Jensen, Harding, Hengelbrock, Herreweghe, Janowski, Kreizberg, Krivine, Luisi, Nagano, Saraste, Solyom, Thielemann, Venzago und von Dohnányi zusammenarbeitete. Darüber hinaus trat sie in Recitals in Amsterdam, Barcelona, Berlin, Florenz, London (Wigmore Hall), Luzern, Madrid, Mailand, München, New York (Carnegie Hall), Paris, Vancouver und Verbier auf. In dieser Saison gibt Marie-Elisabeth Hecker ihr Debüt bei der Schubertiade sowie ihr Debüt mit der Staatskapelle Weimar und Stefan Solyom, dem Orchestre National Bordeaux Aquitaine mit Sascha Goetzel, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin mit Marek Janowski, der HR Frankfurt Radio Symphony mit Jeremie Rhorer, dem Orchestre des Champs Élysées mit Philippe Herreweghe, dem Münchener Kammerorchester mit Alexander Liebreich, dem Orchestre de L'Opera National Paris mit Philippe Jordan, dem Berner Sinfonieorchester mit Josep Pons und kehrt zum Mariinsky Orchestra mit Valery Gergiev zurück. In Kammermusikkonzerten tritt sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Martin Helmchen, Veronika Eberle und Antoine Tamestit in Amsterdam, Berlin und Paris auf.
In Zusammenarbeit mit Music Road Rwanda reist Marie-Elisabeth Hecker regelmäßig nach Ruanda, um eine lokale Musikschule mit Konzerten und Bildungsprojekten zu unterstützen.
Marie-Elisabeth Hecker spielt auf einem Luigi Bajoni-Cello aus dem Jahr 1864.