Foto von María Dueñas
Violine

María Dueñas

4. Dezember 2002 - Granada

Photo © Sonja Mueller

Über den Künstler

Die spanische Geigerin María Dueñas hat sich als eine einzigartige Stimme im Firmament der klassischen Musik hervorgetan und begeistert das Publikum mit ihrer außergewöhnlichen Palette an Klangfarben, makelloser technischer Beherrschung und Aufführungen, die künstlerische Reife mit furchtloser Expressivität verbinden. Die New York Times lobte ihre Fähigkeit, „bekannten Werken neues Leben einzuhauchen“ und beschrieb sie als „22-jährige Geigerin, die etwas zu sagen hat – und die Fähigkeit, es brillant auszudrücken.“

Ihr kometenhafter Aufstieg führte zu einem Exklusivvertrag mit Deutsche Grammophon, mit der Veröffentlichung ihres Debütalbums Beethoven and Beyond im Jahr 2023. Ihre Interpretation von Beethovens Violinkonzert, mit eigenen Kadenzen, aufgeführt mit dem Wiener Symphonieorchester unter Manfred Honeck, brachte ihr 2024 den renommierten Opus Klassik Award als Nachwuchskünstlerin des Jahres ein. Dies wurde ergänzt durch eine außergewöhnliche Reihe internationaler Preise, darunter erste Plätze beim Yehudi Menuhin Wettbewerb, dem Zhuhai International Mozart Wettbewerb und dem Vladimir Spivakov Wettbewerb, unter anderem. Ihre unverwechselbare interpretatorische Stimme wurde auch von der BBC anerkannt, die sie als New Generation Artist ernannte, sowie mit dem Preis der Prinzessin von Girona für Kunst und Literatur und der Goldmedaille für Verdienste der Stadt Granada.

Im Februar 2025 erschien ihr zweites Album bei Deutsche Grammophon, ein ambitioniertes Projekt, das sich auf Paganinis legendäre 24 Capricen konzentriert, zusammen mit Werken, die von Paganini inspiriert sind, von Komponisten von Berlioz bis zu zeitgenössischen Künstlern. Die Aufnahme wurde von der Kritik hoch gelobt, erhielt den Instrumental Award bei den Gramophone Classical Music Awards und den Titel Nachwuchskünstlerin des Jahres, wobei Kritiker ihre Interpretationen als „leuchtend strahlend und goldfarben“ beschrieben.

Dueñas hat mit einigen der weltweit renommiertesten Orchester zusammengearbeitet, darunter das Philadelphia Orchestra, San Francisco Symphony, Pittsburgh Symphony, Cleveland Orchestra, Staatskapelle Berlin und Dresden, Oslo Philharmonic, NHK Symphony Orchestra, Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, Münchner Philharmoniker, NDR Elbphilharmonie Orchester, Bamberger Symphoniker, Wiener Symphoniker, Schwedisches Radio-Symphonieorchester, Philharmonia Orchestra, Accademia di Santa Cecilia, Chamber Orchestra of Europe, Dänisches National-Symphonieorchester, Dresdner Philharmonie und das Orchestre de Paris, unter der Leitung angesehener Dirigenten wie Yannick Nézet-Séguin, Herbert Blomstedt, Christian Thielemann, Marin Alsop, Christoph Eschenbach, Manfred Honeck, Paavo Järvi, Andris Nelsons, Kent Nagano, Marek Janowski, Daniel Harding, Alain Altinoglu, Alan Gilbert, Cristian Măcelaru, Vasily Petrenko, Andrés Orozco-Estrada, Santtu-Matias Rouvali, Vladimir Spivakov, Charles Dutoit, Michael Sanderling, Aziz Shokhakimov, Gustavo Gimeno, Jukka-Pekka Saraste und vielen anderen.

Ihre langjährige Zusammenarbeit mit dem Los Angeles Philharmonic und Gustavo Dudamel führte zu bedeutenden Meilensteinen, darunter die Uraufführung von Gabriela Ortiz’ Violinkonzert Altar de Cuerda, aufgeführt in der Walt Disney Concert Hall, auf Tournee in Barcelona, Paris und London sowie bei ausverkauften Konzerten in der Carnegie Hall und Boston. Die Aufnahme dieses Werks ist auf dem Album Revolución diamantina enthalten, das 2025 drei GRAMMY Awards gewann.

Als vielseitige Künstlerin mit einer tiefen Leidenschaft für Komposition umfasst Dueñas’ Schaffen Homage 1770, ein Solo-Geigenwerk, inspiriert von ihrem Debütalbum und Beethovens Vermächtnis; Farewell, ein Soloklavierstück; sowie Kadenzen für einen Großteil des Violinkonzert-Repertoires. Im August 2024 feierte sie die Uraufführung von Julian Lawrence Gargiulos Sonate Nr. 4 „From the Window“ für Deutsche Grammophon und zeigte damit ihr Engagement für zeitgenössische Musik. In der Kammermusik hat sie bedeutende Kooperationen mit Persönlichkeiten wie dem Bariton Matthias Goerne, dem Pianisten Itamar Golan und dem Geiger Renaud Capuçon aufgebaut.

Ihre bemerkenswerte Synthese aus klassischer Tradition und zeitgenössischer Innovation führte dazu, dass sie die Geigerin Kathleen Parlow in Sofia Bohdanowicz’ Film Measures for a Funeral verkörperte, das lange verschollene Violinkonzert Op. 28 von Johan Halvorsen wiederentdeckte und es mit dem Orchestre Métropolitain unter Yannick Nézet-Séguin aufführte.

Zu den Höhepunkten der Saison 2025–26 zählen ihr Debüt bei den Wiener Philharmonikern unter Karina Canellakis, das Nobelpreis-Konzert mit dem Royal Stockholm Philharmonic Orchestra unter Semyon Bychkov sowie ihr Debüt beim New York Philharmonic unter Manfred Honeck.

Ein weiterer Karrieremeilenstein wird ihre Teilnahme an den 90. Geburtstagsfeierlichkeiten von Maestro Zubin Mehta mit dem West-Eastern Divan Orchestra sein, mit Auftritten in Madrid und Barcelona im Jahr 2026.

María Dueñas spielt auf einer Giambattista Guadagnini Geige von 1779, die ihr von der Deutschen Stiftung Musikleben geliehen wird, sowie auf der Stradivari „Michelangelo“ von 1719, großzügig geliehen von der Karolina Blaberg Stiftung.

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