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Dirigent

Long Yu

© Shanghai Symphony Orchestra

Über

Als einer der international renommiertesten chinesischen Dirigenten ist Long Yu Musikdirektor der China Philharmonic und des Guangzhou Symphony. Er hat in Ländern wie Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, der Schweiz, Polen, Ungarn, Portugal, der Slowakei, Australien, Singapur, Thailand, Hongkong und Macao als Gastdirigent gewirkt. Zu den Orchestern und Operngesellschaften, die er dirigiert hat, gehören die Hamburgische Staatsoper, das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, das Radio-Sinfonieorchester Leipzig, die Academy of Saint Martin in the Fields, das Budapester Rundfunk-Sinfonieorchester, das Bremer Philharmonische Orchester, Le Théâtre de Nice und das Hong Kong Philharmonic Orchestra.

Long Yu hat erfolgreiche Zusammenarbeit mit vielen der weltweit renommiertesten Musiker genossen, darunter Mikhail Pletnev, Frank Peter Zimmerman, Matt Haimovitz, Charles Neidich und Tiziana Fabbricini. Während er besondere Stärken in Opernproduktionen wie La Traviata, Turandot, Aida, Carmen, Lucia di Lammermoor, Romeo und Julia sowie Don Pasquale zeigt, hat Herr Yu im Laufe der Jahre ein breit gefächertes Repertoire entwickelt. Er hat außerdem fünf Jahre in Folge Opern für den Urban Council von Hongkong produziert.

Long Yu wurde 1964 in eine Musikerfamilie in Shanghai geboren. Die frühe musikalische Ausbildung durch seinen Großvater Ding Shande, einen Komponisten von großem Renommee, bereitete ihn auf die anspruchsvolle formale Musikausbildung vor, die er am Shanghai Konservatorium und anschließend an der Hochschule der Künste in Berlin erhielt.

Long Yus berufliche Erfahrung und Erfolge in China sind zweifach, sowohl administrativ als auch künstlerisch. 1992 wurde er zum Ersten Gastdirigenten des Central Opera Theatre in Peking ernannt. Im selben Jahr war er an der Initiierung des Neujahrskonzerts in Peking beteiligt und leitete es drei Jahre in Folge als Dirigent. 1998 führte er die Gründung des Beijing Music Festival an und war dessen Gründungs-Künstlerischer Leiter – dieses Festival hat sich inzwischen zu einem der bedeutendsten Musikevents in China und weltweit entwickelt.

Das Jahr 2000 markierte einen weiteren Meilenstein in Long Yus beruflicher Laufbahn, als er zum Gründungs-Musikdirektor des China Philharmonic Orchestra ernannt wurde. Seit seiner Gründung tritt dieses Orchester regelmäßig in Peking mit Abonnementkonzerten auf und führt zudem Sonderprojekte für das Beijing Music Festival durch.

Zu den jüngsten Höhepunkten für Long Yu zählen Konzerte mit dem Sydney Symphony Orchestra, dem Norrköping Orchestra, dem Orchester der Oper Verona, dem Singapore Symphony, der Tokyo Philharmonic, der Nationaloper Warschau und dem Orchestre National des Pays de la Loire.

Im Frühjahr 2005 unternahm er mit dem China Philharmonic eine große Tournee durch Nordamerika und Europa und gab in der Saison 2005/2006 sein Debüt beim Vancouver Symphony, dem Bamberger Symphoniker und dem Orchestre Régional de Cannes.

Weitere Errungenschaften umfassen die NAXOS-Produktion von Korngolds Violinkonzert und Ding Shandes Long March Symphony mit dem Slowakischen Rundfunkorchester. Im November 2000 nahm das China Philharmonic Orchestra unter seiner Leitung zwei CDs für das Label Deutsche Grammophon auf: Wagners Tannhäuser-Ouvertüre und Brahms’ Klavierquartett in g-Moll (arrangiert von Arnold Schönberg) auf der einen, sowie Höhepunkte chinesischer symphonischer Musik auf der anderen.

Long Yu erhielt 2002 den Montblanc Arts Patronage Award von der Montblanc Cultural Foundation und wurde 2003 von der französischen Regierung mit dem Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres (Ehrenritter des französischen Ordens für Kunst und Kultur) ausgezeichnet.

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