Foto von Leonidas Kavakos
Violine
Dirigent

Leonidas Kavakos

30. Oktober 1967 - Athen (Griechenland)

© Marco Borggreve

Über

Leonidas Kavakos wird weltweit als Geiger und Künstler von seltener Qualität anerkannt, bekannt auf höchstem Niveau für seine Virtuosität, hervorragende Musikalität und die Integrität seines Spiels. Er arbeitet mit den größten Orchestern der Welt zusammen und ist ein exklusiver Künstler bei Decca Classics.

Die drei wichtigen Mentoren in seinem Leben waren Stelios Kafantaris, Josef Gingold und Ferenc Rados. Im Alter von 21 Jahren hatte Leonidas Kavakos bereits drei bedeutende Wettbewerbe gewonnen, den Sibelius-Wettbewerb 1985 sowie die Paganini- und Naumburg-Wettbewerbe 1988. Dieser Erfolg führte dazu, dass er das originale Sibelius-Violinkonzert (1903/4) aufnahm, die erste Aufnahme dieses Werks in der Geschichte, die 1991 mit dem Gramophone Concerto of the Year Award ausgezeichnet wurde.

Leonidas Kavakos wurde als Gewinner des Léonie Sonning Musikpreises 2017 bekannt gegeben. Dieser prestigeträchtige Preis ist die höchste musikalische Auszeichnung Dänemarks und wird jährlich an einen international anerkannten Komponisten, Instrumentalisten, Dirigenten oder Sänger verliehen. Zu den früheren Preisträgern zählen Leonard Bernstein, Benjamin Britten, Arthur Rubinstein, Yehudi Menuhin, Dmitri Shostakovich, Dietrich Fischer-Dieskau, Mstislav Rostropovich, Pierre Boulez, György Ligeti, Alfred Brendel, Daniel Barenboim und Simon Rattle.

Im Laufe der Jahre hat Kavakos enge Beziehungen zu einer Reihe von Orchestern und Dirigenten aufgebaut, darunter die Wiener Philharmoniker (Eschenbach/Chailly), die Berliner Philharmoniker (Rattle), das Royal Concertgebouw Orchestra (Jansons/Gatti), das London Symphony Orchestra (Gergiev/Rattle/Harding), das Gewandhausorchester Leipzig (Chailly), das Münchner Philharmoniker und das Orchestre de Paris. Kavakos arbeitet auch eng mit der Dresdner Staatskapelle, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem Budapest Festival Orchestra, der Academia Nazionale di Santa Cecilia, dem Orchestra Filarmonica della Scala und in den USA mit dem Philadelphia Orchestra, New York Philharmonic, Boston Symphony, Chicago Symphony und Los Angeles Philharmonic zusammen.

In der Saison 2016/17 wird Leonidas Kavakos Artist in Residence beim New York Philharmonic sein. Sein Aufenthalt wird sein Dirigierdebüt mit dem Orchester beinhalten sowie drei Soli-Auftritte, darunter die Uraufführung von Lera Auerbachs Violinkonzert Nr. 3, das von Alan Gilbert dirigiert wird.

In jüngerer Zeit hat Leonidas Kavakos ein starkes Profil als Dirigent aufgebaut und hat das London Symphony Orchestra, Boston Symphony Orchestra, Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Maggio Musicale Fiorentino, Wiener Symphoniker (VSO) und Budapest Festival Orchester dirigiert. In dieser Saison wird er das Gürzenich Orchester, das Finnish Radio Symphony Orchestra, die Filarmonica Teatro La Fenice und das Houston Symphony dirigieren.

Als exklusiver Aufnahme-Künstler bei Decca Classics war seine erste Veröffentlichung die Beethoven-Violinsonaten mit Enrico Pace (Januar 2013), die mit dem ECHO Klassik „Instrumentalist des Jahres“ ausgezeichnet wurde. Es folgten das Brahms-Violinkonzert mit dem Gewandhausorchester Leipzig und Riccardo Chailly (Oktober 2013) sowie die Brahms-Violinsonaten mit Yuja Wang (März 2014). Er wurde zum Gramophone Artist of the Year 2014 gekürt.

Leonidas Kavakos’ frühere Diskographie umfasst Aufnahmen für BIS, ECM und anschließend für Sony Classical, darunter Mendelssohns Violinkonzert (ECHO Klassik „Beste Konzertaufnahme“) und Mozarts Violinkonzerte, bei denen er mit der Camerata Salzburg dirigierte und spielte.

Geboren und aufgewachsen in einer musikalischen Familie in Athen und dort weiterhin wohnhaft, leitet Kavakos jährlich einen Meisterkurs für Violine und Kammermusik in Athen, der Geiger und Ensembles aus aller Welt anzieht und sein tiefes Engagement für die Weitergabe von musikalischem Wissen und Traditionen widerspiegelt. Ein Teil dieser Tradition ist die Kunst des Geigen- und Bogenbaus, die Kavakos als großes Geheimnis und bis heute als unenthülltes Geheimnis betrachtet. Er spielt die „Abergavenny“ Stradivari-Geige von 1724 und besitzt moderne Geigen von F. Leonhard, S.P. Greiner, E. Haahti und D. Bagué.

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