
Lahav Shani
© Marco Borggreve
Über
Lahav Shani hat sich als eines der meistdiskutierten jungen Dirigententalente etabliert und beeindruckt durch seine erstaunliche Reife sowie seine natürliche, instinktive Musikalität. Im September 2018 übernimmt er die Position des Chefdirigenten des Rotterdam Philharmonic Orchestra, als Nachfolger von Yannick Nézet-Séguin, und wird damit der jüngste Chefdirigent in der Geschichte des Orchesters. In der Saison 2020/21 wird Shani Zubin Mehta als Musikdirektor des Israel Philharmonic Orchestra ablösen und ist ab der Saison 2019/20 als designierter Musikdirektor des Orchesters tätig.
In der Saison 2017/18 wurde Shani Erster Gastdirigent des Vienna Symphony Orchestra, nachdem er seit seinem Debüt im Mai 2015 mehrfach mit dem Orchester aufgetreten war, darunter eine große Europatournee im Januar 2016. Shani arbeitet auch regelmäßig mit der Berliner Staatskapelle, sowohl an der Berliner Staatsoper als auch bei symphonischen Konzerten. Im Frühjahr 2019 kehrt er zurück, um „Don Giovanni“ an der Berliner Staatsoper zu dirigieren.
Zu den jüngsten und kommenden Höhepunkten seiner Tätigkeit als Gastdirigent zählen Engagements bei den Wiener Philharmonikern, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem London Symphony Orchestra, dem Royal Concertgebouw Orchestra, der Dresdner Staatskapelle, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Budapest Festival Orchestra, dem Boston Symphony, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem Philharmonia Orchestra, dem Orchestre de Paris, dem Philadelphia Orchestra, dem Royal Stockholm Philharmonic, den Bamberger Symphonikern und dem Orchestre Philharmonique de Radio France.
Shanis enge Beziehung zum Israel Philharmonic begann 2007, als er Tschaikowskys Klavierkonzert unter der Leitung von Zubin Mehta aufführte, und setzte sich in den folgenden Jahren sowohl als Pianist als auch als Kontrabassist fort. Shani wurde 1989 in Tel Aviv geboren und begann im Alter von sechs Jahren mit dem Klavierunterricht bei Hannah Shalgi, den er bei Prof. Arie Vardi an der Buchmann-Mehta School of Music in Tel Aviv fortsetzte. Anschließend schloss er sein Dirigierstudium bei Prof. Christian Ehwald und sein Klavierstudium bei Prof. Fabio Bidini, beide an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin, ab. Während seines Studiums wurde er von Daniel Barenboim betreut. 2013 gewann er den ersten Preis beim Internationalen Gustav Mahler Dirigierwettbewerb in Bamberg.
Als Pianist gab Shani im Juli 2018 sein Solorezitaldebüt im Boulez Saal in Berlin. Er hat Klavierkonzerte mit vielen Orchestern dirigiert, darunter das Philharmonia Orchestra, die Staatskapelle Berlin und das Orchestre Philharmonique de Radio France. Zu seinen jüngsten Konzertengagements zählen Auftritte mit dem Royal Concertgebouw Orchestra sowie das Beethoven-Triplekonzert mit Renaud und Gautier Capuçon beim Israel Philharmonic. Shani verfügt auch über umfangreiche Erfahrungen in der Kammermusik und trat kürzlich beim Festival d’Aix-en-Provence, in der Kölner Philharmonie und beim Verbier Festival auf. Saison 2018/19 / 407 Wörter.
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