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Tenor

Kresimir Spicer

Über

Kresimir Spicer wurde in Slavonski Brod, Kroatien, geboren. Er nahm seine ersten Gesangsunterricht an der Musikakademie Zagreb. 1994 kam er in die Niederlande und studierte am Sweelinck-Konservatorium in Amsterdam bei der niederländischen Mezzosopranistin Cora Canne Meijer. 1997 gewann er den ersten Preis beim Nationalen Wettbewerb für junge Sänger der Niederlande und 1999 gewann er vier von fünf Preisen beim Vriendenkrans, einem Wettbewerb für junge Musiker, der vom Concertgebouw Amsterdam organisiert wurde.

Sein internationaler Durchbruch gelang ihm beim Festival Aix-en-Provence 2000 mit einer herausragenden Darstellung des Ulisse in Monteverdis Il ritorno d'Ulisse in Patria unter William Christie. Der Erfolg dieser Produktion führte zu einer großen Tournee nach Lausanne, Bordeaux, Paris, London, New York und Wien (Wiener Festwochen) sowie zu einer vielbeachteten DVD-Aufnahme. Mit René Jacobs trat er erneut als Ulisse in Berlin, in Genf mit A. Cremonesi sowie an der Frankfurter Oper unter P. Carigniani auf.

Seitdem tritt er regelmäßig in großen Opernhäusern, Konzertsälen und bei Festivals auf. Er sang beim Festival de Beaune mit W. Christie in Händels Alcina, beim Baden-Baden Festival als Aeneas in Purcells Dido and Aeneas mit Th. Hengelbrock, beim Salzburger Festival mit Th. Hengelbrock als Alessandro in Mozarts Il re pastore (einschließlich einer DVD für DGG). Ebenfalls mit Th. Hengelbrock und dem Balthasar-Neumann-Ensemble trat er beim Schwetzinger Festival in Scarlattis Telemaco auf, als Tito in Clemenza di Tito mit P. Daniel beim Festival d'Aix-en-Provence, eine Rolle, die er auch in Luxemburg, Amsterdam und Baden-Baden sang.

Kresimir Spicer gab sein Debüt an der Oper Zürich mit Marc Minkowski in Händels Il trionfo del tempo e del Disinganno und in Salieris Il grotto di Trifonio. In Zagreb sang er die Titelrolle in Monteverdis Orfeo unter N. Hervé und Eisenstein in Die Fledermaus, in Straßburg die Titelrolle in Oedipus Rex und Le Pecheur in Stravinskys Le Rossignol. In Toronto interpretierte er Mozarts Idomeneo, Clemenza di Tito, Pylade in Glucks Iphigenie en Tauride und Orfeo, in Moskau Eisenstein in Die Fledermaus und Idomeneo. An der Los Angeles Opera sang er Arturo in Lucia di Lammermoor und Testo in Monteverdis Il Combattimento di Tancredi e Clorinda.

Ebenso zu Hause auf der Konzertbühne, trat Kresimir Spicer im Gewandhaus Leipzig unter H. Blomstedt, im Concertgebouw Amsterdam mit Ch. Zacharias, mit Yuri Terminakov in Rom, mit Myung-Whun Chung in Rom und Paris, mit K. Nagano in Berlin und mit Ph. Herreweghe in St. Petersburg, Tallinn und Riga auf.

Zukünftige Engagements umfassen: Enea in Cavallis La Didone mit W. Christie in Caen, Luxemburg und Paris, Joabel in Charpentiers David et Jonathas mit W. Christie / A. Homoki in Aix-en-Provence, Edinburgh Festival, Paris, Caen und New York, A Child of Our Time in Straßburg, Max in Der Freischütz in Toronto, Eisenstein in Die Fledermaus in Zagreb.

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