
John Nelson
6. Dezember 1941 - San José (Costa Rica) — 31. März 2025
Über
John Nelson ist einer der vielseitigsten und erfolgreichsten Dirigenten auf der internationalen Bühne. Er ist weltweit anerkannt für seine Interpretationen der großen romantischen Werke, des Barockrepertoires, seinen lebendigen Zugang zu Mozart und Haydn sowie seine Begeisterung für zeitgenössische Musik.
John Nelson, ein gebürtiger Costa-Ricaner, studierte an der Julliard School, wo ihm der Irving Berlin Preis für Dirigieren verliehen wurde. Er war musikalischer Leiter des Indianapolis Symphony Orchestra, des Opera Theatre of Saint-Louis und des Caramoor Music Festival in New York. Außerdem war er Gastdirigent des Orchestre national de Lyon.
John Nelson ist seit 1998 musikalischer Leiter des Ensemble orchestral de Paris. Er hat in Städten auf der ganzen Welt dirigiert; in den Vereinigten Staaten mit den Orchestern von New York, Los Angeles, Philadelphia, Boston und Cleveland; in Europa – London Symphony Orchestra, Royal Philharmonic, Dresden Staatskapelle, Leipzig Gewandhausorchester, Orchestre de Paris, Orchestre national de France, Orchestre national du Capitole de Toulouse. Er hat auch in Asien konzertiert.
John Nelson liebt die Oper, die er erstmals 1972 in New York dirigierte und 1974 an der Metropolitan Opera. Dies steigerte seinen internationalen Ruf und führte zu seinem europäischen Debüt im Grand Théâtre de Genève mit Berlioz’ Les Troyens und in Frankreich mit Béatrice et Bénédict. Anschließend dirigierte er an einigen der bedeutendsten Opernhäuser der Welt, darunter die Chicago Lyric Opera, die Opéra Bastille, die Opernhäuser von Lyon und Rom sowie die Monnaie de Bruxelles.
Die großen geistlichen Meisterwerke nehmen einen zentralen Platz in seiner Arbeit ein. Er ist berühmt für seine Interpretationen der bedeutenden Chorwerke geworden. Sein Engagement für dieses Repertoire führte zur Gründung von Soli Deo Gloria, einer Organisation, die Komponisten und Dirigenten dazu ermutigt, moderne geistliche Musik zu fördern.
Seine Diskographie ist reichhaltig und vielfältig, und er hat mit EMI, Virgin Classics, Sony, Deutsche Grammophon, Decca, BMG, Erato usw. zusammengearbeitet. Zu den Auszeichnungen für seine neuesten Aufnahmen zählen ein „Grammy“ für Händels Semele, ein „Diapason d’or de l’année“ für Berlioz’ Béatrice et Bénédict sowie zwei „Victoires de la Musique classique“, die er 2004 mit dem Ensemble orchestral de Paris erhielt. Seit September 2008 ist John Nelson emeritierter musikalischer Leiter des Ensemble orchestral de Paris.