Foto von Isabelle Faust
Violine

Isabelle Faust

March 19, 1972

© Felix Broede

Über den Künstler

“Isabelle Faust ist eine furchtlose Führerin in den Bereichen der Violine. Auf Darmsaiten spielt sie die sechs monströsen Soli von J.S. Bach, Györgi Kurtágs Kafka-Fragmente, spielt Beethovens Violinkonzert immer wieder mit verschiedenen Dirigenten, spielt Kammermusik. Immer schwebt der Klang ihrer Violine mit einem Lächeln durch die Musik, immer triumphiert sie mühelos im turbulentesten und anspruchsvollsten Violinwirbel."
— Reinhard Brembeck, Süddeutsche Zeitung (28.04.23)

Isabelle Faust fesselt ihr Publikum mit ihren überzeugenden Interpretationen. Sie nähert sich jedem Werk mit größtem Respekt und Sensibilität gegenüber seinem musikhistorischen Kontext und der historischen Verwendung der Instrumente. Durch die Kombination größtmöglicher Authentizität mit einer zeitgenössischen Perspektive gelingt es ihr immer wieder, bedeutungsvolle Begegnungen mit einer Vielzahl von Werken für ein vielfältiges Publikum zu schaffen.

Nach dem Gewinn des renommierten Leopold-Mozart-Wettbewerbs und des Paganini-Wettbewerbs in sehr jungen Jahren gab sie bald regelmäßige Auftritte bei den wichtigsten Orchestern der Welt, darunter die Berliner Philharmoniker, das Boston Symphony Orchestra, das NHK Symphony Orchestra Tokio, das Chamber Orchestra of Europe, Les Siècles und das Barockorchester Freiburg.

Dies führte zu engen und nachhaltigen Zusammenarbeiten mit Dirigenten wie Andris Nelsons, Giovanni Antonini, François-Xavier Roth, Sir John Eliot Gardiner, Daniel Harding, Philippe Herreweghe, Jakub Hrusa, Klaus Mäkelä, Robin Ticciati oder Sir Simon Rattle, mit dem sie im März 2024 erneut auf Tournee sein wird.

Isabelle Fausts große künstlerische Neugier umfasst alle Epochen und Formen der instrumentalen Zusammenarbeit. So betrachtet sie Musik nie als Selbstzweck, sondern fördert das Wesen des Werkes auf hingebungsvolle, subtile und gewissenhafte Weise. Neben großen symphonischen Violinkonzerten umfasst dies beispielsweise Schuberts Oktett mit historischen Instrumenten sowie Strawinskys L’Histoire du Soldat mit Dominique Horwitz oder Kurtágs Kafka-Fragmente mit Anna Prohaska. Mit großem Engagement leistet sie einen herausragenden Beitrag zur Aufführung zeitgenössischer Musik: Zu den jüngsten Uraufführungen zählen Werke von Péter Eötvös, Brett Dean, Ondřej Adámek und Rune Glerup.

Highlights der Saison 2023/24 sind die Feier des 100. Geburtstags von György Ligeti mit einer umfangreichen Tournee mit Les Siècles und François-Xavier Roth, in der Ligetis Werk in einen engen Dialog mit Mozarts zeitlosem Œuvre tritt. Isabelle Faust freut sich zudem auf die Zusammenarbeit mit Orchestern wie dem Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, der NDR Radiophilharmonie, dem Bergen Philharmonic Orchestra, der Orquesta Nacional de España, dem Orchestre National du Capitole de Toulouse, dem NHK Symphony Orchestra sowie auf eine Tournee mit dem London Symphony Orchestra. Außerdem ist sie „Artist in Residence“ beim SWR Symphonieorchester.

Ihr Schwerpunkt in der Kammermusik liegt auf Projekten mit Antoine Tamestit, Kristian Bezuidenhout, Anne Katharina Schreiber, Kristin von der Goltz, Alexander Melnikov und Jean-Guihen Queyras.

Zahlreiche Aufnahmen wurden von Kritikern einhellig gelobt und mit dem Diapason d’or, dem Grammophone Award, dem Choc de l’année und weiteren Preisen ausgezeichnet. Zu den jüngsten Aufnahmen zählen Strawinskys Violinkonzert mit Les Siècles und François-Xavier Roth, Schönbergs Violinkonzert unter der Leitung von Daniel Harding und mit dem Schwedischen Radio-Sinfonieorchester sowie Beethovens Triple-Konzert mit Alexander Melnikov, Jean-Guihen Queyras, Pablo Heras-Casado und dem Freiburger Barockorchester. Isabelle Faust präsentierte weitere beliebte Aufnahmen unter anderem der Sonaten und Partiten für Violine solo von Johann Sebastian Bach sowie Violinkonzerte von Ludwig van Beethoven und Alban Berg unter der Leitung von Claudio Abbado. Sie teilt eine langjährige Kammermusikpartnerschaft mit dem Pianisten Alexander Melnikov. Unter anderem wurden gemeinsame Aufnahmen mit Sonaten für Klavier und Violine von Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven und Johannes Brahms veröffentlicht.

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