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Violine

Isaac Stern

21. Juli 1920 - Kremenetz (Ukraine) — 22. September 2001

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Über

Isaac Stern wurde am 21. Juli 1920 in Kremenetz, Ukraine, geboren. Im Alter von 15 Jahren spielte er J. S. Bachs Doppelkonzert auf der Bühne zusammen mit seinem Lehrer. Im folgenden Jahr, 1936, spielte er das Brahms-Konzert mit dem San Francisco Symphony Orchestra unter Pierre Monteux, dann das Tschaikowski-Konzert in Los Angeles unter Otto Klemperer. Am 11. Oktober 1937 gab er sein Debüt in New York in der Carnegie Hall, einem Konzertsaal, in dem er im Februar 1939 erneut auftrat. Dieses neue öffentliche Auftreten wurde von begeisterten Kritikern gefeiert und stellte ihn an die Spitze der Musiker seiner Generation.

Im Januar 1943 gab Isaac Stern sein erstes Recital in der Carnegie Hall. Im folgenden Jahr trat er zweimal mit dem New York Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Dimitri Mitropoulos auf. 1945 nahm er seine ersten Aufnahmen für Columbia auf, und im folgenden Jahr wurde er von Hollywood ausgewählt, um die Violinteile für den Schauspieler John Garfield in Humoresque einzuspielen. Dies startete seine Karriere, und danach spielte er mit den größten Dirigenten: Sir Thomas Beecham, Dimitri Mitropoulos, Bruno Walter, Eugene Ormandy, Leonard Bernstein und George Szell. Er spielte die Rolle von Eugène Ysaÿe im Film Tonight We Sing, der das Leben des großen Impresarios Sol Hurok erzählt. 1948 gab er sein europäisches Debüt beim Lucerne Festival. 1950 nahm er am ersten Prades Festival teil, das zusammen mit Pablo Casals von Alexander Schneider zur Feier des 200. Todestages von J. S. Bach organisiert wurde. In den folgenden Jahren trat er erneut mit Casals in Perpignan und Prades auf und einige Jahre später beim Puerto Rico Festival.

Sein Treffen mit dem berühmten Cellisten war ein entscheidender Einfluss und führte dazu, dass er einen Teil seiner Tätigkeit der Kammermusik widmete, zusammen mit Eugene Istomin, Alexander Schneider, William Primrose oder Paul Tortelier. Anfang der 1960er Jahre organisierte er ein Trio mit Eugene Istomin und Leonard Rose, das äußerst erfolgreich wurde und bis zu Roses Tod 1984 ausgiebig tourte. 1956, während des Kalten Krieges, war er außerdem einer der ersten US-Musiker, die ausgedehnte Tourneen in der UdSSR unternahmen. Andererseits weigerte er sich im Gegensatz zu Yehudi Menuhin stets, in Deutschland zu spielen, aus Erinnerung an die unter der Nazi-Herrschaft begangenen Gräueltaten. Er hatte sehr enge Verbindungen zum Staat Israel und arbeitete intensiv mit israelisch-amerikanischen Kulturzentren und Stiftungen zusammen, wobei er jungen Musikern in diesem Land Rat und Unterstützung bot. So spielte er eine wichtige Rolle als Pädagoge und Mentor für junge israelische Virtuosen wie Itzhak Perlman, Pinchas Zukerman, Myriam Fried, Sergiu Luca oder Shlomo Mintz.

Neben seiner Tätigkeit als Geiger beteiligte sich Isaac Stern intensiv am amerikanischen Musikleben und leistete wichtige Beiträge als Musikdirektor des National Council for the Arts. Seit 1960 ist er auch Vorsitzender der Carnegie Hall, jenes prestigeträchtigen Konzertsaals, den er zusammen mit anderen vor dem Abriss bewahrte. 1979 unternahm er eine Reise nach China, und der Film über dieses Ereignis From Mao to Mozart wurde 1981 mit einem Oscar ausgezeichnet. Viele zeitgenössische Werke wurden für Isaac Stern komponiert, darunter William Schumans Konzert 1950, Leonard Bernsteins Serenade 1954, George Rochbergs Konzert 1975, Pendereckis Concerto Nr. 1 1977, Dutilleux’ Konzert 1985 und Maxwell Davies’ Konzert 1986. 1987 gründete Isaac Stern ein neues Trio mit Yo-Yo Ma und Emanuel Ax, das zusammen mit Künstlern wie Jaime Laredo und Cho-Liang Lin auftritt und aufnimmt. Aufgrund seines feurigen Temperaments, seiner einzigartigen Klangfülle und faszinierenden Musikalität hat Isaac Stern die ideale Balance zwischen Virtuose und Musiker erreicht. Als Symbol des amerikanischen Geigenspiels seit über 50 Jahren ist er auch einer der größten Meister des 20. Jahrhunderts.

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