
Ingolf Wunder
8. September 1985 - Klagenfurt (Österreich)
© Ingo Pertramer
Über den Künstler
Erfolgreich beim Chopin-Wettbewerb 2010 in Warschau zeigte Ingolf Wunder seine Exzellenz im Spiel der Werke des großen polnischen Komponisten. Der junge Österreicher gewann nicht nur den 2. Preis, sondern auch mehrere Sonderpreise und den Publikumspreis bei dem legendären Klavierwettbewerb. Die Entscheidung der Jury führte zu einer intensiven öffentlichen Debatte und erlangte weltweite Aufmerksamkeit. Als Preisträger folgt der 25-jährige Wunder den Spuren vieler berühmter Pianisten wie Martha Argerich, Krystian Zimerman, Vladimir Ashkenazy, Mitsuko Uchida und Maurizio Pollini.
Ingolf Wunder gibt in der Saison 2010/11 Konzerte und Recitals in den wichtigsten polnischen Konzertsälen wie der Warschauer Philharmonie in Krakau, Posen, Stettin und Danzig. Er tritt in Ludwigshafen, im Musikverein Wien, im Mariinski-Theater in St. Petersburg und in Vancouver auf. Außerdem ist er Solist auf einer umfangreichen Tournee durch Japan mit dem Warschauer Philharmonischen Orchester unter der Leitung von Antoni Wit. Im Juni 2011 spielt er ein Recital mit Werken von Chopin beim Klavierfestival Ruhr in Düsseldorf.
Mit 14 Jahren gab Ingolf Wunder sein Debüt im Schubert-Saal des Konzerthauses Wien. Zwei Jahre später spielte er im Théâtre des Champs-Élysées in Paris Prokofjews Klavierkonzert Nr. 3 mit dem Orchestre National de France und Emmanuel Krivine. Er gab auch Konzerte mit dem Amadeus Kammerorchester sowie mit dem Orchestre National de Montpellier und Jerzy Semkow. Weitere Auftritte führten ihn nach Lissabon, Madrid, Budapest und Moskau, zur Tonhalle Zürich, zum Konzerthaus Berlin und Dortmund sowie zur Laeiszhalle Hamburg. Im August 2010 spielte er beim Internationalen Klavierfestival in La Roque d'Anthéron.
Ingolf Wunder ist seit Februar dieses Jahres exklusiver Künstler des Labels Deutsche Grammophon. Im Juni 2011 erscheint seine erste CD bei diesem Label mit Werken von Chopin für Klavier solo. Wunders Debüt-CD mit Chopin und Ravels Gaspard de la nuit wurde 2006 veröffentlicht (ORF).
Er ist Preisträger zahlreicher Klavierwettbewerbe; besonders hervorzuheben sind die ersten Preise beim Steinway-Wettbewerb in Hamburg, bei "Prima la musica" in Feldkirch, Österreich, und beim "Concours Musical de France" in Asti. Er nahm am 36. Internationalen Liszt-Wettbewerb in Budapest teil und wurde mit dem Preis der Stadt Budapest ausgezeichnet.
Ingolf Wunder wurde in Klagenfurt geboren. Im Alter von 4 Jahren begann er seine musikalische Ausbildung mit dem Violinspiel; erst mit 14 Jahren wurde jedoch sein außergewöhnliches Talent für das Klavier entdeckt. Er besuchte die Konservatorien in Klagenfurt und Linz, später studierte er an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Heute steht er noch regelmäßig in Kontakt mit seinem Mentor Adam Harasiewicz, dem polnischen Pianisten und Gewinner des Warschauer Wettbewerbs von 1955.