
Grigory Sokolov
18. April 1950 - Sankt Petersburg (Russland)
Über
Er wurde mit Dostojewski, Tolstoi, Sviatoslav Richter, Glenn Gould verglichen; und diese Vergleiche sagen etwas aus.
Sokolov erleuchtet die innersten Bereiche der menschlichen Seele, entfaltet Leinwände von atemberaubender Weite und Farbe, er ist ein geborener Dramatiker und ein hervorragender Handwerker. Wie Richter ist seine Technik sowohl allumfassend als auch transzendent. Sein Klavierspiel selbst kann Zuhörer zu Tränen rühren, und seine künstlerische Integrität ist sowohl leuchtend als auch streng, was weltweit das Publikum inspiriert. Aber Sokolov ist wie kein anderer. Obwohl er nicht der Bekannteste ist, gilt er für viele als der größte lebende Pianist. Sei es bei Byrd, Couperin, Bach, Mozart, Beethoven, Schubert, Chopin, Schumann, Brahms, Rachmaninow, Skrjabin oder Prokofjew, sein Ton, seine rhythmische Feinheit und Klarheit der Artikulation bilden eine einzigartige und transformative Kombination.
- 1955: Beginnt Klavier zu spielen.
- 1957: Tritt ins Leningrader Konservatorium ein.
- 1962: Erstes großes Recital in Leningrad.
- 1965: Erster Preis beim russischen Nationalwettbewerb.
- 1966: Gewinnt den Internationalen Tschaikowski-Wettbewerb nach einstimmiger Entscheidung einer Jury unter der Leitung von Emil Gilels; seine Karriere beginnt, ist jedoch auf die UdSSR und Satellitenstaaten beschränkt.
- 1975: Beginnt am Konservatorium in Leningrad (heute St. Petersburg) zu unterrichten.
- Ende der 1980er Jahre: Beginnt im Westen aufzutreten.
- 1995: Nimmt seine letzte CD für die nächsten sieben Jahre auf.
- 2002: Ein Pariser Recital wird vom französischen Regisseur Bruno Monsaingeon für DVD festgehalten.
- 2008: Setzt seine Tourneen hauptsächlich in Europa fort und gibt etwa 80 Konzerte pro Jahr.