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Klavier

Glenn Gould

25. September 1932 - Toronto (Kanada) — 4. Oktober 1982 - Toronto (Kanada)

Über den Künstler

Provokativ und anregend in dem, was er sagte oder schrieb, ebenso wie in seinem Spiel, brachte Glenn Gould einen blendenden Intellekt und die Instinkte eines Komponisten – wenn auch eines vorzeitig zurückgetretenen Komponisten – in sein Klavierspiel ein. Seine Entscheidung, sich der Welt durch das Medium der Aufnahme zu präsentieren, verbunden mit der Verbreitung der LP und später der CD, führte dazu, dass sein Name nahezu synonym mit Bachs Tastenmusik wurde; doch setzte er sich auch für Komponisten von Orlando Gibbons bis Arnold Schönberg ein. Seine Radio- und Fernsehprogramme waren ihrer Zeit voraus, und er hätte in der heutigen Welt der sofortigen Kommunikation gedeiht.

  • 1937: Beginnt gelegentlich öffentlich zu spielen.
  • 1940–52: Studium der Musiktheorie, Orgel und Klavier am Toronto Conservatory of Music, erwirbt mit 12 Jahren sein Associate Diploma mit höchsten Auszeichnungen.
  • 1947: Professionelle Debüts in Rezital und Konzert.
  • 1953–55: Komponiert sein Streichquartett, Op.1.
  • 1955: Amerikanisches Debüt mit Rezitalen in Washington und New York; unterschreibt einen Vertrag bei Columbia Records.
  • 1956: Veröffentlichung seiner ersten Aufnahme von Bachs Goldberg-Variationen, die ihm internationale Aufmerksamkeit bringt.
  • 1956–64: Weltweite Tourneen als Virtuose, erhält Lob und erregt Kontroversen, wo immer er auftritt.
  • 1964: Rücktritt von öffentlichen Auftritten mit Verweis auf temperamentvolle, moralische und musikalische Einwände gegen das Konzertmedium. Ab 1964: Widmet sich Studioaufnahmen, Rundfunk und Filmproduktion; erstellt unzählige Radio- und Fernsehprogramme für die CBC, darunter sieben innovative „kontrapunktale Radiodokumentationen“.
  • 1972: Arrangiert und komponiert Musik für den Film Schlachthof 5.
  • 1973: Grammy Award für „Beste Album-Notizen – Klassik“ für seine eigene Veröffentlichung des vollständigen Zyklus der Klaviersonaten von Hindemith.
  • 1982: Posthum zwei Grammy Awards für seine Neuaufnahme der Goldberg-Variationen.

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