
Gil Shaham
19. Februar 1971 - Urbana (Vereinigte Staaten)
Über
Geboren 1971 in Urbana, ist Gil Shaham einer der größten Geiger seiner Generation. Im Alter von zwei Jahren ließ sich seine Familie in Israel nieder, wo Gil Shaham in Jerusalem bei Samuel Bernstein Geige lernte. Sein Debüt gab er als Kind unter der Leitung von Zubin Mehta und beeindruckte das israelische Publikum mit dem Selbstvertrauen, das eine bereits ausgereifte Kunst vermittelte. Seine ersten Lehrer bereiteten ihn gut auf die Julliard School in New York vor, wo Dorothy DeLay ihn neun Jahre lang unterrichtete und ihm beibrachte, eine fabelhaft meisterhafte Technik mit anspruchsvoller musikalischer Kunst in jedem Repertoire zu verbinden, dem er sich zuwandte. Seine Kammermusik-Ausbildung schloss er bei Felix Galimir ab und erhielt Ratschläge von Isaac Stern, der sein musikalisches Wissen weitergab, insbesondere in der Interpretation des Brahms-Violinkonzerts.
Dank der Fürsorge seiner Eltern wurde Gil Shaham vor der Kindheit eines jungen Wunderkinds geschützt. Er wurde mit gerade einmal achtzehn Jahren auf die internationale Bühne katapultiert, als er für Itzhak Perlman einsprang und die Konzerte von Bruch und Sibelius spielte. Von diesem Moment an nahm Gil Shahams internationale Karriere Fahrt auf. Manchmal gibt er bis zu zweihundert Konzerte in einer Saison und spielt jedes Repertoire, obwohl er zugibt, dass Mendelssohn, Beethoven und Brahms ihm besondere Freude bereiten.
Gil Shaham baut gerne langanhaltende und fruchtbare Arbeitsbeziehungen mit bestimmten Pianisten wie Akira Iguchi oder seiner Schwester Orli Shaham auf, mit der er in jüngerer Zeit aufgetreten ist. Gil Shaham ist bestrebt, sein Repertoire zu erneuern, indem er manchmal weniger bekannte Werke interpretiert (Dvoraks Sonatine, Mendelssohns Konzert für Violine und Klavier). Was die zeitgenössische Musik betrifft, lässt er sich weder von Trends noch von einflussreichen Gruppen leiten. Er folgt seiner Intuition und spielt Pärt, Messiaen und Dutilleux gleichermaßen erfolgreich. Nach und nach konnte er seine Aufnahmeentscheidungen bei verschiedenen Plattenfirmen durchsetzen und seltenere Werke wie Samuel Barbers Violinkonzert fördern.
Aufnahmen
- Henryk Wieniawski, Violinkonzerte Nr. 1 und 2, DG, 1991.
- Olivier Messiaen, Quartett zum Ende der Zeit, DG, 2001.
- Béla Bartók, Konzerte, Rhapsodien, DG, 1999.