
Fatma Said
© Simon Fowler
Über den Künstler
Geboren in Kairo, hat die Sopranistin Fatma Said eine bemerkenswerte Reise von Ägypten zu den führenden Konzertsälen und Opernhäusern der Welt zurückgelegt. Als erste ägyptische Sopranistin, die an der Accademia des Teatro alla Scala in Mailand studierte, zog sie schnell internationale Aufmerksamkeit mit ihrer strahlenden Stimme und fesselnden Kunstfertigkeit auf sich. Heute wird sie als eine der markantesten Sopranistinnen ihrer Generation gefeiert, gleichermaßen zu Hause auf der Opernbühne, im Konzertrepertoire und als leidenschaftliche Liedinterpretin.
Als exklusive Künstlerin bei Warner Classics hat sie drei gefeierte Studioalben veröffentlicht. Ihr Debüt El Nour (2020) wurde mit dem Gramophone Classical Music Award, dem BBC Music Magazine Vocal Award und dem deutschen Opus Klassik ausgezeichnet. Kaleidoscope (2022) zeigte ihre Vielseitigkeit über verschiedene Genres hinweg, während Lieder (2025) als eine der außergewöhnlichsten Lied-Aufnahmen der letzten Jahre gefeiert wurde und unter anderem vom SWR Kultur für ihre einzigartige Fähigkeit gelobt wurde, „das Genre für unsere Gegenwart mit Herz, Seele, Musikalität und Sensibilität wirklich neu zu beleben.“ Weitere Veröffentlichungen im Jahr 2025 umfassen Purcells Dido and Aeneas neben Joyce DiDonato sowie Mozart & Mevlana, das Mozarts Requiem mit einem neu komponierten Werk von Fazıl Say verbindet.
In der Saison 2025/26 ist Fatma Said in ganz Europa sehr gefragt. Sie tritt in Recitals mit dem Pianisten Malcolm Martineau an der Opéra de Monte-Carlo und mit Joseph Middleton im Prinzregententheater in München auf. Ein besonderes Highlight ist ein Konzert im Theatre Royal Drury Lane in London, das der Musik des ägyptischen Komponisten Mohamed Abdelwahab in einer symphonischen Fassung gewidmet ist. Außerdem arbeitet sie mit Giovanni Antonini und dem Lucerne Symphony Orchestra zusammen, gibt ihr Debüt bei der Orquesta de la Comunidad de Madrid mit Mahlers Symphonie Nr. 4 und kehrt für eine Aufführung von Pergolesis Stabat Mater ins Théâtre des Champs-Élysées zurück.
Zu den Höhepunkten der vergangenen Spielzeiten zählen Debüts bei den Berliner Philharmonikern, dem Boston Symphony Orchestra, dem Cleveland Symphony Orchestra, dem Lucerne Symphony Orchestra und der Staatskapelle Dresden für das ZDF-Neujahrskonzert sowie Auftritte in bedeutenden internationalen Spielstätten wie Teatro alla Scala, Staatsoper Berlin, Staatsoper und Elbphilharmonie Hamburg, Carnegie Hall, Teatro San Carlo Neapel, Gewandhaus Leipzig, Philharmonie Köln, Mozarteum und Festspielhaus Salzburg, Royal Albert Hall, Shangyin Opera House und Royal Opera House Muscat. Sie war bei Festivals wie der Mozart-Woche Salzburg, den BBC Proms, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, der Schubertiade, Lockenhaus, Wexford Opera und dem Schumannfest in Bonn zu Gast.
Fatma Said hatte Residenzen im Konzerthaus Berlin und im Wiener Konzerthaus, wo sie Programme kuratierte, die sowohl die Breite ihrer Kunstfertigkeit als auch ihre Neugier für musikalischen Dialog über Kulturen hinweg widerspiegelten.
Über die Bühne hinaus engagiert sich Fatma Said tiefgehend für soziale Anliegen. Sie hat Ägypten mehrfach bei den Vereinten Nationen in Genf vertreten und trat beim weltweiten Global Citizen Live-Konzert gemeinsam mit Sir Elton John und Ed Sheeran auf. In den letzten Jahren wurde sie mit dem Europäischen Kulturpreis und dem Rafik Hariri Award für künstlerische Exzellenz ausgezeichnet.