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Dirigent

Emmanuelle Haïm

11. Mai 1962 - Paris (Frankreich)

Über

Geboren in Frankreich, ist die Dirigentin und Cembalistin Emmanuelle Haïm künstlerische Leiterin des Orchesters und Chors von Le Concert d'Astrée. Sie studierte Cembalo bei Kenneth Gilbert und Christophe Rousset, und ihre Liebe zur Stimme führte sie dazu, sich auf die Leitung von Vokalmusik zu konzentrieren, zunächst am Centre de Musique Baroque de Versailles, dann am Pariser Konservatorium, wo sie von 1990 bis 2002 unterrichtete.

Nach der Zusammenarbeit mit zahlreichen renommierten Solisten als Continuospielerin wurde sie bald international als Gastdirigentin gefragt. Im Jahr 2001 erzielte sie einen bemerkenswerten Erfolg mit Händels Rodelinda, dann Theodora, für die Glyndebourne Touring Opera. Seitdem ist sie regelmäßig beim Glyndebourne Festival aufgetreten und präsentierte dort 2006 Händels Giulio Cesare und 2008 Monteverdis L'Incoronazione di Poppea. Sie dirigierte außerdem das City of Birmingham Symphony Orchestra (CBSO), das Scottish Chamber Orchestra, das Deutsche Sinfonie-Orchester Berlin und das Frankfurter Radio-Sinfonieorchester (das Orchester des Hessischen Rundfunks). Im März 2008 gab sie ihr Debüt beim Berliner Philharmonischen Orchester.

Im Jahr 2000 versammelte Emmanuelle Haïm eine Gruppe erfahrener Sänger und Instrumentalisten, die ein ähnliches musikalisches Temperament und einen expressiven sowie natürlichen stilistischen Ansatz teilen. Mit ihnen gründete sie ihr eigenes Ensemble, Le Concert d'Astrée, mit dem sie schnell Erfolge sowohl im französischen Barockrepertoire (Rameau, Lully) als auch bei Monteverdi, Purcell, Händel und Mozart erzielte und Auftritte von Paris bis New York sowie bei Festivals im In- und Ausland gab. 2003 wurde das Ensemble bei den Victoires de la Musique Classique als bestes Ensemble des Jahres ausgezeichnet.

Le Concert d'Astrée wurde 2004 Ensemble-in-Residence an der Opéra de Lille und präsentierte dort jährlich szenische Aufführungen, beginnend mit Händels Tamerlano. Das Ensemble gab auch Konzerte in Lille und anderen französischen Provinzen (Opéra National du Rhin, Théâtre de Caen, Bordeaux Opéra, Théâtre du Capitole de Toulouse) sowie in Paris im Théâtre du Châtelet und Théâtre des Champs-Élysées und im Ausland im Concertgebouw Amsterdam, im Barbican Centre London, im Lincoln Center New York, im Konzerthaus Wien und beim Potsdamer Festival usw.

Emmanuelle Haïm arbeitete mit Regisseuren wie Jean-François Sivadier, Robert Carsen, Robert Wilson, David McVicar, Sandrine Anglade, Stuart Seide, Giorgio Barberio Corsetti und zuletzt Laurent Pelly bei einer Produktion von Händels Giulio Cesare im Palais Garnier in Paris Anfang 2011 zusammen. Seit 2001 nehmen Emmanuelle Haïm und Le Concert d'Astrée exklusiv für Virgin Classics auf. Ihre CDs erhielten durchweg Lob von Kritikern und zahlreiche Preise, darunter Grammy-Nominierungen sowohl für Purcells Dido and Aeneas als auch für Monteverdis L'Orfeo sowie Auszeichnungen bei den Victoires de la Musique Classique für Lamenti 2009 und für eine CD mit Philippe Jaroussky, Carestini, The Story of a Castrato, 2008.

Emmanuelle Haïm wurde 2009 zum Chevalier der Légion d'Honneur ernannt und ist Chevalier im Ordre des Arts et des Lettres. Sie ist Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London.

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