
Diana Damrau
31. Mai 1971 - Günzburg (Deutschland)
© Jiyang Chen
Über
Die Sopranistin Diana Damrau tritt seit zwei Jahrzehnten auf den weltweit führenden Opern- und Konzertbühnen auf. Ihr umfangreiches Repertoire umfasst Hauptrollen in Die Fledermaus (Bayerische Staatsoper), Capriccio (Opernhaus Zürich), Der Rosenkavalier (Baden-Baden, Staatsoper Berlin), Le Nozze di Figaro (La Scala, Bayerische Staatsoper), Anna Bolena (Opernhaus Zürich, Wiener Staatsoper), Roméo et Juliette (La Scala, Metropolitan Opera), Lucia di Lammermoor (La Scala, Bayerische Staatsoper, Metropolitan Opera, Royal Ballet & Opera), Manon (Wiener Staatsoper, Metropolitan Opera) und La Traviata (La Scala, Metropolitan Opera, Royal Ballet & Opera, Opéra National de Paris und Bayerische Staatsoper) sowie die Königin der Nacht in Die Zauberflöte (Metropolitan Opera, Salzburger Festspiele, Wiener Staatsoper, Royal Ballet & Opera, Bayerische Staatsoper). Im Januar 2025 wird sie ihr Debüt als Marschallin in Der Rosenkavalier an der Staatsoper Berlin geben.
Die Metropolitan Opera ist für sie eine zweite Heimat, in der sie viele ihrer Paraderollen gesungen hat, in HD weltweit in Kinos übertragen wurde und seit ihrem Debüt dort 2005 als Zerbinetta sieben Rollendebüts gab. Höhepunkte waren neue Produktionen von Rigoletto (Gilda), Il Barbiere di Siviglia (Rosina), Le Comte Ory (Adèle) und Les Pêcheurs des Perles (Leïla) sowie Hauptrollen in La Traviata, Manon, La Sonnambula, La Fille du Régiment und Roméo et Juliette. Sie war außerdem die erste Sängerin in der Geschichte der Metropolitan Opera, die die Rollen der Pamina und der Königin der Nacht in verschiedenen Aufführungen derselben Spielzeit von Mozarts Die Zauberflöte sang.
Nach der Aufführung von „Love Songs“ von Robert Schumann und Johannes Brahms im Frühjahr 2022 gemeinsam mit dem Tenor Jonas Kaufmann und dem Pianisten Helmut Deutsch (eine DVD-Aufnahme ist jetzt erhältlich), touren die Künstler im Frühjahr 2025 erneut durch Europa mit Werken von Gustav Mahler und Richard Strauss. Zuvor werden sie sich im September 2024 im Hollywood Bowl wiedervereinen, um unter der Leitung von Gustavo Dudamel ein Operngala zu singen.
Die Saison 2024/25 führt sie von Los Angeles nach Catania, wo sie ihr Programm „Amor y Vida“ erneut präsentiert, diesmal als „Amore e Vita“ mit ausschließlich italienischen Werken. Ihr Operettenprogramm wird sie im Oktober erneut beim Festival der Nationen singen, zudem wird sie mit Helmut Deutsch ein Recital in Fulda geben und erstmals mit der Dirigentin Nathalie Stutzmann in zwei Konzerten in Zürich zusammenarbeiten. Ins neue Jahr wird sie in Berlin starten, wo sie die Bühne mit Pavol Breslik und Mauro Peter teilt, unter der Leitung von Christian Thielemann. In Berlin bleibt sie, um ihr lang erwartetes Rollendebüt als Marschallin in Der Rosenkavalier zu geben, bevor sie auf Tournee mit Jonas Kaufmann und Helmut Deutsch geht.
In der vergangenen Saison gab sie ihr Rollendebüt als Rosalinde in Die Fledermaus in einer neuen Produktion von Barrie Kosky an der Bayerischen Staatsoper. Sie beendete ihre Saison mit einer letzten Aufführung dieser Rolle bei den Münchner Opernfestspielen, nachdem sie eine erkrankte Kollegin als Gräfin in Le Nozze di Figaro vertreten hatte. Außerdem sang sie zwei Frühlingskonzerte in Wien, ein Richard-Strauss-Konzert in Zürich, tourte mit dem Tenor Nikolai Schukoff mit Repertoire aus ihrem jüngsten Operettenalbum und war Teil eines Starensembles bei einem Konzertgala zur Feier von Antonio Pappanos 23-jähriger Tätigkeit als Musikdirektor des Royal Ballet & Opera. Zudem präsentierte sie ihr Programm „Amor y Vida“ in Deutschland und Brasilien gemeinsam mit Maestro Pavel Baleff.
Die Sopranistin hat zeitgenössische Werke für die Opernbühne in Rollen aufgeführt, die speziell für sie geschrieben wurden, insbesondere die Titelrolle in Iain Bells Opernadaption von Hogarths A Harlot’s Progress (Theater an der Wien, 2013) und die Rolle der Betrunkenen Frau/Turnhallenleiterin in Lorin Maazels 1984 (Royal Ballet & Opera, 2005).
Diana Damrau hat sich als eine der gefragtesten Interpretinnen des Liedgesangs etabliert und tritt regelmäßig an den renommiertesten Veranstaltungsorten weltweit auf. Sie pflegt eine enge künstlerische Partnerschaft mit dem Pianisten Helmut Deutsch, der Harfenistin Xavier de Maistre und Sir Antonio Pappano.
Exklusiv für Warner / Erato aufgenommen, gab Diana Damrau ihr Debüt mit Arie di Bravura – einer Sammlung von Arien von Mozart und Salieri. Weitere Soloalben wurden unter anderem mit dem ECHO und dem OPUS Klassik ausgezeichnet. Sie sang Strauss’ Vier letzte Lieder in der Carnegie Hall mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Mariss Jansons, die Aufnahme erschien 2020. Zudem ist sie auf verschiedenen kompletten Opernaufnahmen auf CD und DVD zu hören.
Auf dem Konzert- und Liedzyklusmarkt sehr gefragt, hatte Diana Damrau Residenzen in großen europäischen Städten wie dem Barbican Centre in London, tourte ausgiebig in Südamerika und Asien und gab Silvesterkonzerte mit den Berliner Philharmonikern.
Diana Damrau ist Kammersängerin der Bayerischen Staatsoper (2007) und Trägerin des Bayerischen Maximiliansordens für Wissenschaft und Kunst (2010). Sie erhielt das Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland (2021). Zudem wurde sie zur Sängerin des Jahres gewählt (Opernwelt, International Opera Award London, Opera News, Gramophone Editor’s Choice) und seit 2020 trägt ein Asteroid ihren Namen.