Foto von Christian Zacharias
Dirigent
Klavier

Christian Zacharias

27. April 1950 - Jamshedpur, Indien

© Nicole Chuard / Idd

Über

Die Eigenschaften, die Christian Zacharias zu einem der weltweit gefeiertsten Pianisten machen, haben es ihm auch ermöglicht, sich als Dirigent, Festivalleiter, musikalischer Denker, Schriftsteller und Rundfunkmoderator zu profilieren: Integrität verbunden mit Individualismus; tiefes musikalisches Verständnis gepaart mit sicherem poetischem Instinkt; Brillanz in der Kommunikation; eine charismatische und bestimmende Bühnenpräsenz.

Seinen Namen machte er sich zuerst als Pianist, wobei er weiterhin weltweit in Konzerten und Recitals auftritt. Er spielt mit den weltweit führenden Dirigenten und dirigiert die renommiertesten Orchester; viele seiner Aufnahmen wurden mit internationalen Preisen ausgezeichnet.

Seine Neigung, sich auf lange musikalische Reisen mit verwandten Geistern zu begeben, spiegelt sich in seiner Arbeit als Dirigent wider. Seit 2000 ist Zacharias Chefdirigent des Orchestre de Chambre de Lausanne und hat mit ihnen eine Reihe von kritisch gefeierten Aufnahmen gemacht, darunter Werke von Mozart, Schumann, Chopin und Michael Haydn. Besonders bemerkenswert ist ihr Zyklus der vollständigen Mozart-Klavierkonzerte, der mit dem Diapason d’Or und dem Choc du Monde de la Musique ausgezeichnet wurde. Außerdem wurden 2010 Band V (Klavierkonzerte K. 175, 246 und 488) und 2012 Band VII (Klavierkonzerte K. 238, 415 und 451) mit dem ECHO Klassik prämiert. Im August 2012 wurde Band IX (Klavierkonzerte K. 414 und 537), die letzte CD dieser Serie, veröffentlicht. Weitere aktuelle Aufnahmen mit dem Orchestre de Chambre de Lausanne umfassen die vier Sinfonien von Robert Schumann.

Zacharias ist seit der Saison 2002/03 Erster Gastdirigent des Göteborgs Symphonieorchesters und wurde 2009 „Artistic Partner“ des St. Paul Chamber Orchestra. Er pflegt langjährige Beziehungen zu vielen Orchestern wie dem Los Angeles Philharmonic, New York Philharmonic und Scottish Chamber Orchestra, mit denen er regelmäßig als Gast auftritt. Kürzlich hat er eine Opernkarriere begonnen mit Produktionen von Mozarts Opera seria „La Clemenza di Tito“ sowie seiner Opera buffa „Le nozze di Figaro“ und Offenbachs „La Belle Hélène“.

Seit 1990 ist er in drei Filmen aufgetreten: „Domenico Scarlatti in Sevilla“, „Robert Schumann – der Dichter spricht“ (INA, Paris) und „Zwischen Bühne und Künstlerzimmer“ (WDR-Arte).

Zacharias’ Karriere ist durch viele Auszeichnungen und Preise geprägt, darunter der Midem Classical Award „Artist of the Year“ 2007 in Cannes. Nach der Ehrung für seine Verdienste um die Kultur in Rumänien im Jahr 2009 wurde Christian Zacharias kürzlich vom französischen Staat mit dem hoch angesehenen Titel „Officier dans l’Ordre des Arts et des Lettres“ ausgezeichnet. Anlässlich seines 60. Geburtstags 2010 organisierte die Alte Oper Frankfurt ein „Artist’s Portrait“ von Christian Zacharias, das ihn als Pianisten, Dirigenten, Kammermusiker und Liedbegleiter mit fünf Konzerten und drei Filmen präsentierte. Renommierte Ensembles und Kollegen traten an seiner Seite auf. Besonders bemerkenswert war sein Recital in der Carnegie Hall in New York im Dezember 2011, als erster deutscher Pianist dort seit über dreißig Jahren. Recitals in der Saison 2012/13 finden unter anderem in Rom, Paris und London statt.

In der Saison 2012/13 tritt Christian Zacharias als Dirigent und Pianist mit dem Boston Symphony Orchestra, Hallé Orchestra Manchester, Deutschen Symphonie Orchester Berlin, Orquesta Nacional de España und dem Orchestre National de France auf. Er setzt zudem seine enge künstlerische Zusammenarbeit mit dem Göteborgs Symphonieorchester, dem Orchestre de Chambre de Lausanne und dem St. Paul Chamber Orchestra fort. Zusätzlich wurde er zum Künstlerischen Leiter des Internationalen Festivals der Rundfunkorchester in Bukarest ernannt, das im September 2012 erstmals stattfand.

Seit 2011 ist Christian Zacharias Professor für Orchesterleitung an der Akademie für Musik und Drama Göteborg.

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