
Christa Ludwig
16. März 1928 - Berlin — 24. April 2021 - Klosterneuburg
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Über
Christa Ludwig gab ihr Debüt als Orlovsky in Frankfurt im Alter von 18 Jahren, wo sie bis 1952 sang. Nach Auftritten in Darmstadt von 1952 bis 1954 sang sie 1954-1955 in Hannover. 1955 trat sie der Wiener Staatsoper bei, wo sie eine der Hauptkünstlerinnen wurde und 1962 zur Kammersängerin ernannt wurde. Sie blieb mehr als 30 Jahre bei diesem Ensemble. 1954 trat sie in Salzburg als Cherubino auf und kehrte dort bis 1981 regelmäßig zurück.
Christa Ludwigs amerikanisches Debüt gab sie 1959 in Chicago als Dorabella. Im Dezember 1959 gab sie ihr erstes Gastspiel an der Metropolitan Opera in New York als Cherubino und kehrte anschließend bis 1990 regelmäßig dorthin zurück. Ihr Repertoire umfasste alle Mezzorollen und einige dramatische Sopranrollen, darunter die Färberin, Judith, Leonora, Dido, Ortrud, Kundry, Marschallin, Charlotte (Werther), Waltraute, Fricka (Die Walküre), Lady Macbeth, Didon (Les Troyens) und Klytemnestra. 1966 sang sie Brangäne beim Bayreuther Festspiel und trat später dort als Kundry auf. 1968 (oder 1969) erschien sie an der Covent Garden Oper als Amneris und kehrte als Carmen zurück. Die drei Dirigenten, die sie am meisten beeinflusst haben, waren Karl Böhm, Herbert von Karajan und Leonard Bernstein. Sie sang auch in Hamburg, San Francisco, München, der Scala und Paris.
Neben ihren Auftritten als Opernsängerin verfolgte Christa Ludwig eine bemerkenswerte Karriere als Solistin mit Orchestern und als Liedinterpretin. Sie war eine der herausragendsten Lied- und Oratoriensängerinnen ihrer Zeit. Ihre Interpretationen von Liedern von Schubert, Schumann, Johannes Brahms, Wolf, Gustav Mahler und Strauss waren bemerkenswert. Sie war auch eine ausgezeichnete Bach-Sängerin und führte die meisten seiner großen Vokalwerke auf und nahm sie auf.
Im März 1993 gab Christa Ludwig ihren Abschied an der Met, indem sie Fricka in Die Walküre sang. 1993 trat sie zu einer Abschiedstournee mit Liedern in Europa und den USA auf. Ihre Karriere endete 1994 mit Konzert- und Opernabschieden in Wien. 1980 erhielt sie den Goldenen Ring der Wiener Staatsoper, und 1981 wurde sie zu deren Ehrenmitglied ernannt. 1989 wurde sie von der französischen Regierung als Chevalier der Légion d’honneur und als Commandeur de l’Ordre des arts et des lettres geehrt. Ludwigs feine stimmliche Begabung und ihre überzeugende musikalische Integrität verschafften ihr einen herausragenden Ruf als eine der bedeutendsten Opern- und Konzertkünstlerinnen ihrer Zeit.