
Charles Dekeyser
Über den Künstler
Charles Dekeyser (Gent, 1986) studierte am Conservatoire Royal de Bruxelles, wo er die Klassen des Bassbaritons Marcel Vanaud besuchte. Er nahm Gesangsunterricht bei Dina Grossberger, Martine Reyners und Jocelyne Dienst. Im Jahr 2008 wurde er als Preisträger beim „Concours National de Chant de Verviers-Prix Jacques Dôme“ nominiert und im Juni 2010 erhielt er das Zertifikat als „Laureate of the Flanders Opera Studio, voice option“.
Er erhält ein Stipendium, das von Schelstraete Delacourt Associates vergeben wird. Im Jahr 2014 wird er für den Queen Elisabeth Wettbewerb Gesang zugelassen, bei dem er Halbfinalist wird. Während seiner künstlerischen Ausbildung nimmt er an Meisterkursen von Nadine Denize, Graham Johnson, Sarah Walker, Micaela van Gegerfelt und Pietro Rizzo teil. Als Preisträger der „Académie européenne de musique du Festival d’Aix-en-Provence“ nimmt er an Meisterkursen mit Susanna Eken, Sarah Connolly und Jean-Yves Ruf teil. 2013 wird er von ENOA (European network of opera academies) zugelassen, um an Workshops mit Nelly Miricioiu an der Lettischen Nationaloper in Riga (Lettland) teilzunehmen. In Aldeburgh (Großbritannien) nimmt er an Meisterkursen mit Christoph Prégardien und Malcolm Martineau teil und später im selben Jahr an Meisterkursen mit Helmut Deutsch.
Er singt mehrere Opernrollen: Figaro, Bartolo und Antonio in Nozze di Figaro (Mozart), Il Commendatore in Don Giovanni (Mozart), Colline in La Bohème (Puccini) und nimmt an mehreren Produktionen des Flanders Opera Studio teil. Für dieses Opernstudio verkörpert er die Figuren La Mort in La Mort au Bal masqué und Melisso in Alcina (Händel). An der Opéra Royal de Wallonie in Lüttich und an der Oper von Rouen verkörpert er die Rolle des Sarastro in Die Zauberflöte (Mozart), eine Rolle, die er im Dezember 2012 erneut im Flanders Opera Studio spielt. 2010 debütiert er an der Vlaamse Opera in der Rolle des L’Ombra di Nino in Semiramide (Rossini) unter der Leitung von Alberto Zedda. 2011 wird er von La Monnaie in Les Huguenots (Meyerbeer) unter der Leitung von Mark Minkowski eingeladen und 2012 singt er in Lulu (Berg).
2013 singt Charles beim „Gala Concert soloists Queen Elisabeth Music Chapel“ die Messe Nr. 1 (Schubert) mit dem Nationalen Belgischen Orchester unter der Leitung von Sir Christopher Warren Green (Bozar Brüssel). Wieder mit Marc Minkowski und Les Musiciens du Louvre singt er Mozarts Messe in c-Moll, Bach-Kantaten in Japan und in mehreren europäischen Konzertsälen. Ebenfalls mit Marc Minkowski singt er Les huit scènes de Faust von Berlioz (MC2 Grenoble). Anschließend singt er an der Vlaamse Opera Scènes de Faust mit der Sopranistin Liesbeth Devos und dem Pianisten Lucas Blondeel.
Beim Festival de Wallonie nimmt er mit den Solisten der Queen Elisabeth Music Chapel am Konzert l'Amour à la Chapelle, l'amour dans la musique teil. Mit Marc Minkowski und Les Musiciens du Louvre singt er Bachs Messe in h-Moll in Essen, Amsterdam und Lausanne, ein Konzert, das er im März 2014 erneut in Wien aufführt. Er verkörpert auch die Rolle des Paulus in Paulus von Mendelssohn mit dem Brussels Philharmonic und Vlaams Radio Koor unter der Leitung von Almo Volmer (Flagey, Brüssel). Mit dem Orchestre Philharmonique Royal de Liège und Collegium Vocale Gent singt er als Solist in Mozarts Großer Messe, dirigiert von Christian Arming. An der La Monnaie singt er mit dem Orchestre symphonique de la Monnaie unter der Leitung von Ludovic Morlot als Solist im konzertanten Pulcinella von Stravinsky, ein Konzert, das auch beim Weihnachtskonzert 2013 im Königlichen Palast aufgeführt wurde. Im Juli 2014 wird er beim Verbier Festival Beethovens Fidelio und Berlioz’ La Damnation de Faust aufführen.