
Boris Kuschnir
Günther Pichlkostner
Über den Künstler
Boris Kuschnir wurde 1948 in Kiew geboren und studierte Violine am Moskauer Tschaikowski-Konservatorium bei Boris Belenky sowie Kammermusik bei Valentin Berlinsky vom Borodin-Quartett. Seine zahlreichen Begegnungen mit Dmitri Schostakowitsch und David Oistrach (bei dem er ebenfalls studierte) hatten einen nachhaltigen Einfluss auf seine künstlerische Entwicklung. Er war Gründungsmitglied des Moskauer Streichquartetts, mit dem er neun Jahre lang spielte. Außerdem gründete er das Wiener Schubert-Trio und das Wiener Brahms-Trio und hat zahlreiche Aufnahmen für Labels wie EMI (komplette Mozarts Klaviertrios) und Naxos (Schumanns komplette Werke für Klaviertrio) gemacht und zahlreiche Preise bei internationalen Violin- und Kammermusikwettbewerben (Paris, Belgrad, Sion, Trapani, Bratislava, Florenz, Triest, Hamburg) gewonnen. Seit 2002 ist er außerdem Mitglied des Kopelman-Quartetts.
Herr Kuschnir ist Professor am Konservatorium der Privatuniversität Wien und an der Musikuniversität Graz. Sein Ruf als Lehrer erlangte internationale Anerkennung durch den jüngsten herausragenden Erfolg seiner Schüler Julian Rachlin, Nikolaj Znaider, Lidia Baich, Dalibor Karvay und Alexandra Soumm. Boris Kuschnir tritt mit so illustren Partnern wie L. Leonskaja, B. Berezovsky, E. Bashkirova, L. O. Andsnes, I. Golan, J. Rachlin, N. Znaider, M. Vengerov, D. Sitkovetsky, R. Capuçon, J. Bashmet, G. Caussé, N. Imai, L. Power, B. Pergamenschikow, N. Gutman, S. Isserlis, G. Capuçon und V. Hagen (Hagen-Quartett) auf. Gleichzeitig gibt er ständig Meisterkurse und ist Jurymitglied bei verschiedenen internationalen Musikwettbewerben (wie dem Queen Elizabeth Wettbewerb in Brüssel, dem Tschaikowski-Wettbewerb in Moskau, dem Niccolò Paganini Wettbewerb in Genua, dem Jacques Thibaud Wettbewerb in Paris). Er wurde von der Österreichischen Nationalbank als Anerkennung seiner Verdienste um die Musik mit der Nutzung der Stradivari-Geige (La Rouse Boughton, 1703) ausgezeichnet.