Foto von Anne Sofie von Otter
Mezzosopran

Anne Sofie von Otter

9. Mai 1955 - Stockholm (Schweden)

© Ewa-Marie Rundquist

Über

Mit einer unvergleichlichen und mehrfach preisgekrönten Diskographie kann die Mezzosopranistin Anne Sofie von Otter auf eine Vielseitigkeit verweisen, die sie mit legendären Künstlern zusammenarbeiten ließ, von den verstorbenen Größen Carlos Kleiber, Claudio Abbado und Giuseppe Sinopoli bis hin zu Elvis Costello, Brad Mehldau und Rufus Wainwright.

Ein sich ständig weiterentwickelndes Repertoire spielte eine Schlüsselrolle bei der Aufrechterhaltung des internationalen Profils der in Schweden geborenen von Otter, von einer frühen Position als herausragende Octavian (Der Rosenkavalier) ihrer Generation mit Auftritten rund um die Welt bis hin zu ihrer gefeierten Schöpfung der Leonora in der Uraufführung von Thomas Adès’ The Exterminating Angel bei den Salzburger Festspielen und an der Royal Opera House, Covent Garden. Zu den jüngsten Höhepunkten zählen Madame de Croissy (Dialogues des Carmélites) im Théâtre des Champs-Élysées, Marcellina (Le nozze di Figaro) in Christof Loys Inszenierung an der Bayerischen Staatsoper, L’Opinion Publique (Orphée aux Enfers) bei den Salzburger Festspielen in Barrie Koskys Inszenierung, Mérope (Oedipe) an der Opéra National de Paris sowie die Hauptrolle der Charlotte Andergast in der Uraufführung von Sebastian Fagerlunds Höstsonaten für die Finnische Nationaloper. Ergänzend zu einem beeindruckenden Katalog gab es in den letzten Spielzeiten Rollendebüts als Gräfin (Pique Dame) an der La Monnaie unter Nathalie Stutzmann, Adelaide (Arabella) am Teatro Real unter David Afkham und in der vergangenen Saison verkörperte sie die Rolle der Gaby in der Uraufführung von Mikael Karlssons Melancholia an der Königlichen Schwedischen Oper.

Ebenso anerkannt als Konzert- und Liedsängerin mit außergewöhnlichen Talenten, führte von Otters Karriere sie rund um den Globus als regelmäßige Präsenz auf den wichtigsten Bühnen der Welt, wobei sie in einem vielfältigen Repertoire brillierte, das Werke von Mahler, Berlioz, Bach und Kurt Weill umfasst. Ihre umfangreichen Liederaufnahmen reichen von Klassikern von Schubert, Schumann, Wolf und Mahler bis hin zu weniger bekannten Zusammenstellungen von Cécile Chaminade, Korngold, Peterson-Bergen und Stenhammar.

Die Saison 2024/25 von Anne Sofie von Otter beginnt mit Aufführungen des Liederzyklus And so we will vanish von Mikael Karlsson mit dem Dänischen Nationalen Symphonieorchester und dem Schwedischen Radio-Symphonieorchester, beide unter der Leitung von Jukka-Pekka Saraste. Sie schafft die Rolle der Justine in Karlssons Fanny and Alexander, die ihre Weltpremiere an der La Monnaie in einer Inszenierung von Ivo van Hove und unter der Leitung von Ariane Matiakh erlebt, tritt in der Uraufführung von Philippe Manourys neuem Werk Die letzten Tage der Menschheit an der Oper Köln auf und singt die Rolle der Mrs Sedley in Christof Loys Inszenierung von Peter Grimes an der Opéra de Lyon unter der Leitung von Wayne Marshall.

Anne Sofie von Otter ist eine der meistaufgenommenen Künstlerinnen unserer Zeit mit einem unvergleichlichen Katalog, der sich über eine Karriere von mehr als vier Jahrzehnten an der Spitze ihres Fachs erstreckt. Eine lange und exklusive Zusammenarbeit mit Deutsche Grammophon brachte eine Fülle von gefeierten Aufnahmen hervor, darunter das Grammy-prämierte Mahler: Des Knaben Wunderhorn mit Claudio Abbado, Händels Ariodante, Giulio Cesare und Hercules mit Marc Minkowski sowie eine Zusammenarbeit mit der Pop-Legende Elvis Costello auf For the Stars. Auf Naïve Classique erhielt ihre Doppel-CD mit Mélodies und Chansons, Douce France, 2015 den Grammy Award für das beste klassische Solo-Gesangsalbum. Von Otter verewigte viele ihrer Operncharaktere auf Tonträgern: Octavian mit Bernard Haitink und der Staatskapelle Dresden sowie auf DVD mit der Wiener Staatsoper unter Carlos Kleiber; Cherubino (Le nozze di Figaro) unter James Levine; La clemenza di Tito und Orfeo ed Euridice unter Sir John Eliot Gardiner; sowie Ariadne auf Naxos unter Giuseppe Sinopoli.

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