
Andreas Scholl
10 de noviembre de 1967 - Eltville (Deutschland)
© DR
Über
Countertenöre hören bei musikbegeisterten Liebhabern der Stimme nie auf zu faszinieren. Rätselhaft und engelsgleich deckt der Countertenor eine Tessitur ab, die Frauen vorbehalten ist, indem er auf eine Falsettstimme zurückgreift. Eine Reihe von Werken aus dem sakralen Renaissance-Repertoire und dem frühen Barock (von Palestrina bis Charpentier) sind dem Countertenor zugeordnet. Nach einer langen latenten Phase und ermutigt durch die Wiederentdeckung vergessener Werke erlebte die Countertenor-Tradition im 20. Jahrhundert eine Renaissance. Bestimmte Komponisten wie Britten oder Ligeti zeigten großes Interesse an den Möglichkeiten der Stimme und widmeten ihr bedeutende Seiten ihres Schaffens.
Andreas Scholl gilt heute als einer der größten Countertenöre seiner Generation und leistet einen wichtigen Beitrag zur Wiederentdeckung der Farben und Töne der Stimme. Geboren 1967 in Deutschland, studierte er an der Schola Cantorum in Basel, wo er von Richard Levitt und später René Jacobs unterrichtet wurde. Von Beginn seiner Karriere an gab Andreas Scholl sowohl Recitals als auch Opernaufführungen und vertiefte die großen Rollen des Barockrepertoires mit William Christie.
Im Bewusstsein, seine Kunst weiterzugeben, unterrichtet Andreas Scholl in Basel im Herzen derselben Institution, an der er selbst ausgebildet wurde. So können seine Leidenschaft für das Lehren und seine erfolgreiche Karriere nebeneinander bestehen. Sein Debüt als Bertarido in Händels Rodelinda an der Metropolitan Opera in New York wurde von der internationalen Presse gefeiert. Andreas Scholl erweitert weiterhin seine prestigeträchtigen Aufnahmen, produziert von Harmonia Mundi, mit Werken aus dem sakralen und weltlichen Repertoire.
Auszeichnungen
- 1996 Diapason d'or und Gramophone Award für seine Aufnahme von Werken Vivaldis unter der Leitung von Chiara Banchini.
- Musical Union Prize der belgischen Presse (1999).
- Edison Award (2002).