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Klavier

Alexis Weissenberg

26. Juli 1929 - Sofia — 8. Januar 2012

Über den Künstler

Alexis Weissenberg war ein bulgarischer Pianist. Er gilt als einer der größten Pianisten des 20.ten Jahrhunderts.

Geboren in Sofia in eine jüdische Familie von Musikern, die am Wiener Konservatorium ausgebildet wurden, begann Weissenberg im Alter von vier Jahren Klavierunterricht zu nehmen und gab sein Debüt im Alter von acht Jahren. Als der faschistische Terror sich verschärfte, versuchte er mit seiner Mutter in die Türkei zu fliehen, wurde jedoch gefasst und in ein Konzentrationslager gebracht. Weissenbergs Musik rettete sie, da er für einen deutschen Wächter spielte, der Musik liebte und sie schließlich freiließ.

1945 befand er sich in Palästina, wo er bei Leo Kestenberg studierte und mit dem Israel Philharmonic Orchestra auftrat. 1946 setzte er seine Studien bei Olga Samaroff an der Juilliard School fort. Ein Jahr später gewann er den Leventritt-Preis und gab sein Debüt mit dem New York Philharmonic Orchestra in Rachmaninoffs Klavierkonzert Nr. 3, dirigiert von George Szell: es war der Beginn seiner internationalen Karriere.

Von 1957 bis 1966 legte er das Auftreten auf der Bühne nieder, um seine Technik weiterzuentwickeln. Nach dieser Phase der Stille trat er in Paris auf, dann in Berlin, wo er Tschaikowskys Klavierkonzert Nr. 1 spielte. Herbert von Karajan, der die Aufführung leitete, erklärte bei dieser Gelegenheit, dass Weissenberg „einer der besten Pianisten unserer Zeit“ sei.

Er gründete die Alexis Weissenberg Klavier-Meisterklasse in Engelberg, Schweiz, die von Musikern wie Kirill Gerstein, Simon Mulligan und Nazzareno Carusi besucht wurde.

Seine Diskographie umfasst Liszts Klaviersonate, Beethovens Klavierkonzerte Nr. 4 und 5, Werke für Klavier und Orchester von Chopin, Debussys Klavierwerke, Rachmaninoffs Klaviersonaten Nr. 1 und 2 sowie komplette Präludien und Brahms' Sonaten für Violine & Klavier Nr. 1-3.

Er starb am 8.ten Januar in seinem Zuhause in Lugano, Schweiz, im Alter von 82 Jahren.

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