
Alexandre Tharaud
9. Dezember 1968 - Paris (Frankreich)
© Jean-Baptiste Millot
Über
Der französische Pianist Alexandre Tharaud absolvierte das Conservatoire National Supérieur de Musique in Paris und begann seine internationale Karriere ernsthaft, als er den 2. Preis beim ARD-Wettbewerb in München gewann.
Alexandre Tharauds Konzertplan hat zu herausfordernden Projekten geführt, wie Aufführungen von Kagels Musik in der Cité de la Musique und beim Festival „Octobre en Normandie“; ein Satie-Programm mit einem Sänger und einem Erzähler, das er vier Spielzeiten lang im Palais des Beaux-Arts/Philharmonie in Brüssel präsentierte; sowie Aufträge von jungen Komponisten für ein „Hommage à Rameau“-Solo-Programm, das er regelmäßig in ganz Europa aufführt (Prag, Madrid, Utrecht, Paris, Tallinn). Er gab Solorezitals im Théâtre du Châtelet, im Casino Bern (MeisterZyklus-Reihe), bei „Piano aux Jacobins“, La Roque d’Anthéron, den BBC PROMS, dem Lufthansa Festival of Baroque Music, dem Grand Théâtre de Bordeaux, der Prager Musikakademie und dem Museo de la Reina Sofia in Madrid und tourte mit großem Beifall durch die Vereinigten Staaten (Miller Theatre in New York, Washington Performing Arts Series). Alexandre trat auch im Teatro Colón in Buenos Aires, im Théâtre de Vevey, im Théâtre des Champs-Élysées und im Concertgebouw in Amsterdam auf und wird in der nächsten Saison Rameau und Couperin in der Philharmonie in Köln spielen.
Alexandre Tharaud ist auch ein ausgezeichneter Kammermusiker: Er gab Konzerte bei den Festivals in Schleswig-Holstein, Brighton, Warwick und Norfolk sowie an Orten wie der Bamberger Konzerthalle, dem Concertgebouw in Amsterdam, dem Musikverein in Wien, der Kölner Philharmonie, dem Louisiana Museum, der Brüsseler Philharmonie, der Wigmore Hall und der South Bank.
Als herausragender Solist sowie feiner Kammermusiker hat Alexandre Tharaud viel Zeit der französischen Musik gewidmet. Seine Aufnahme, die Jean-Philippe Rameaus Nouvelles Pièces de Clavecin für Harmonia Mundi gewidmet ist, erhielt große Kritikeranerkennung und führte zu Einladungen zu internationalen Auftritten. Seine folgende Veröffentlichung, Ravels komplette Werke für Klavier solo (einschließlich zweier Weltpremieren), wurde mit den besten Auszeichnungen der Presse bedacht (Grand Prix de l’Académie Charles-Cros 2003, Diapason d’Or de l’Année, CHOC du Monde de la Musique, Recommandé de Classica und 10 de Répertoire, Pick of the Month-BBC Music Magazine, Stern des Monats-Fono Forum, Best CD of the year - de Standaard) und die CD, die Bachs italienischen Konzerten gewidmet ist, erhielt einstimmige internationale Ovationen, darunter ein „E“ für exzellent im spanischen Magazin Scherzo und einen CHOC du Monde de la Musique. Seine neueste Veröffentlichung erweckt Chopins Walzer zu neuem Leben und wird besonders in der August-Ausgabe von Gramophone empfohlen: „Aristokratisch und sinnlich – ein junger Meister der Tastatur liefert Chopin-Spiel in feinster französischer Tradition.“
Im Jahr 2012 wurde Alexandre Tharaud bei den französischen Victoires de la musique classique als „Soliste instrumental de l’année“ („Instrumentalsolist des Jahres“) ausgezeichnet.